Aachener Projekt fördert Integration junger Migrant:innen seit einem Jahrzehnt
Lutz KühnertAachener Projekt fördert Integration junger Migrant:innen seit einem Jahrzehnt
Ein langjähriges Projekt in Aachen hilft jungen Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Seit zehn Jahren bietet die Initiative "Jugendsozialarbeit mit jungen Geflüchteten" Sprachkurse, Berufsausbildungsvorbereitung und Mentoring-Programme an. In diesem Jahr erhielt sie eine Förderung in Höhe von 97.000 Euro vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Projekt unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund durch täglichen Deutschunterricht und praxisnahe Workshops. Die Teilnehmenden im Alter von 16 bis 27 Jahren erhalten maßgeschneiderte Hilfe – angepasst an ihre Sprachkenntnisse und Berufsziele. In Ferienkursen werden zudem Berufsorientierung, sozialpädagogische Förderung und intensivsprachliche Übungen angeboten.
Für junge Migrantinnen ab 15 Jahren gibt es innerhalb des Programms einen geschützten Raum, in dem sie ihre Fähigkeiten entfalten, Selbstvertrauen aufbauen und Gleichgesinnte treffen können. Durch Einzelmentoring und praktische Aktivitäten werden ihre Kompetenzen und Eigenständigkeit weiter gestärkt.
Die Initiative arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen, um die Zielgruppe zu erreichen. Berufskollegs, Willkommensschulen und andere Einrichtungen helfen dabei, junge Menschen zu identifizieren und für das Programm zu gewinnen. Die Finanzierung erfolgt sowohl durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) als auch durch das Landesministerium – und sichert so die Fortführung der Arbeit.
Kürzlich besuchte Josefine Paul, die für Jugend und Integration zuständige Landesministerin, den Standort in Aachen. Ihr Besuch unterstrich die Bedeutung des Programms für die Unterstützung von geflüchteten und migrierten Jugendlichen in der gesamten Region.
Dank der Förderung und der Kooperationen kann das Projekt weiterhin Sprachkurse, Workshops und Mentoring-Angebote durchführen. Die Teilnehmenden erwerben praktische Fähigkeiten, verbessern ihre Deutschkenntnisse und knüpfen Kontakte für zukünftige Chancen. Die Initiative bleibt eine zentrale Anlaufstelle für junge Migrantinnen und Migranten, die in Nordrhein-Westfalen Fuß fassen wollen.






