17 June 2026, 16:47

Algacore revolutioniert Textilindustrie mit nachhaltigen Algenfasern aus Süßwasser

Algacore-Projekt des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnologie an der Hochschule Niederrhein - Kleidung aus Algen in der Zukunft?

Algacore revolutioniert Textilindustrie mit nachhaltigen Algenfasern aus Süßwasser

Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, wachsen gleichzeitig die Bedenken gegenüber synthetischen Materialien. Das neue Projekt Algacore geht diese Herausforderungen an, indem es eine nachhaltige Faserquelle aus Süßwasseralgen entwickelt.

Unter der Leitung von Leon Blanckart setzt Algacore auf spezifische Grünalgen als Rohstoff für Textilien. Ziel ist es zu beweisen, dass innovative, erneuerbare Ressourcen herkömmliche Materialien in der Textilproduktion ersetzen können.

Der Anbau von Baumwolle verbraucht große Mengen Wasser, Ackerland und Pestizide. Synthetische Fasern hingegen stammen aus nicht erneuerbaren Quellen und können Mikroplastik freisetzen. Algacores Ansatz bietet eine mögliche Lösung für diese Umweltprobleme.

Das Projekt hat rund 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm erhalten, das technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen fördert. In den kommenden 18 Monaten will das Team seine Forschung ausbauen und die Gründung eines Start-ups vorbereiten. Unterstützt wird die Initiative von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie dem HNX Startup Team der Universität.

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Mit den Mitteln soll die Algenfaser-Technologie vorangetrieben werden – mit dem Ziel, eine nachhaltigere Grundlage für die Textilproduktion zu schaffen. Bei Erfolg könnte das Projekt die Abhängigkeit der Branche von ressourcenintensiven Materialien verringern.

Quelle