17 June 2026, 18:06

Antimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Besetzungen und Festnahmen

POL-K: 250829-4-K Polizei Köln beendet Besetzung der SPD-Zentrale - Blockade am Werkstor von Deutz AG aufgelöst

Antimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Besetzungen und Festnahmen

In dieser Woche kam es in Köln und Bonn zu einer Reihe antimilitaristischer Proteste. Demonstranten richteten sich dabei gegen politische Einrichtungen und Industrieanlagen, die mit der Rüstungsproduktion in Verbindung stehen. Die Polizei griff an mehreren Orten ein, nachdem sich Gruppen weigerten, sich aufzulösen oder Anweisungen zu befolgen.

Am 29. August drangen etwa 20 Personen in die SPD-Parteizentrale in der Magnusstraße im Kölner Stadtzentrum ein. Sie setzten sich im Inneren auf den Boden und verweigerten das Verlassen des Gebäudes, woraufhin wegen Hausfriedensbruchs Anzeige erstattet wurde. Die Polizei forderte die Gruppe auf, ihre Masken abzunehmen, eine Protestverantwortliche oder einen Protestverantwortlichen zu benennen und das Tor freizumachen – doch sie kamen der Aufforderung nicht nach, woraufhin sie aufgelöst wurde. Drei Demonstranten wurden kurzzeitig festgenommen, weil sie sich der Räumung widersetzten.

Schon früher am selben Tag, gegen 13:50 Uhr, meldete die Rheinmetall AG eine Gruppe von 30 bis 40 teilweise vermummtem Protestierenden vor ihrer Niederlassung an der Pützchens Chaussee in Bonn-Beuel. Sie trugen antimilitaristische Transparente und verteilten Flugblätter. Nach dem Eintreffen der Polizei bestieg die Gruppe später einen Regionalzug in Richtung Köln.

Ebenfalls an diesem Tag wurden Beamte zum Industriegelände von Deutz AG in der Dillenburger Straße im Kölner Stadtteil Kalk gerufen. Über 200 Menschen blockierten dort mit antimilitaristischen Parolen den Zugang. Die Proteste sind Teil der anhaltenden Kundgebungen in der Stadt gegen die Rüstungsindustrie.

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Die Polizei räumte die SPD-Geschäftsstelle und griff an den Industrieanlagen ein, um die Ordnung wiederherzustellen. Die Demonstrationen folgen auf eine Woche antimilitaristischer Aktionen in Köln. Die Behörden verzeichneten Hausfriedensbrüche und Widerstandshandlungen; es kam zu einigen Festnahmen.

Quelle