Automatisierte Medikamentenausgabe wird in deutschen Krankenhäusern bis 2030 Pflicht
Reza HendriksAutomatisierte Medikamentenausgabe wird in deutschen Krankenhäusern bis 2030 Pflicht
Deutschland treibt die Einführung automatisierter Medikamentenausgabe in Krankenhäusern bis 2030 voran. Einrichtungen, die die Vorgabe nicht erfüllen, müssen mit finanziellen Sanktionen der Krankenkassen rechnen. Ein Krankenhaus ist bereits vorangegangen: Die Uniklinik Köln führte das System 2018 ein und baut es nun weiter aus.
Das automatisierte System der Uniklinik Köln lagert Medikamente in separaten Schubladen, in denen verschiedene Tabletten sortiert aufbewahrt werden. Diese sind einzeln verpackt und deutlich mit dem Namen des Patienten, den Arzneimitteldetails sowie den Einnahmehinweisen beschriftet.
Bisher mussten Pflegekräfte nachts Tablettenblister öffnen und die Medikamente manuell verteilen. Die neue Methode reduziert Fehlerquellen und entlastet das Personal. Zudem fällt weniger Plastikmüll an als bei herkömmlichen Verfahren.
Aufgrund des Erfolgs führt die Klinik das System nun schrittweise aus und versorgt damit bis zu 600 Patientenbetten. Ziel ist es, die Arbeitsbelastung des Personals weiter zu verringern und die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen.
Die Frist bis 2030 bedeutet, dass alle deutschen Krankenhäuser dem Kölner Vorbild bald folgen müssen. Die automatisierte Ausgabe wird zum Standard – für eine sichere Medikamentenverteilung, weniger Arbeitsdruck bei Pflegekräften und als Beitrag zum Umweltschutz durch reduzierten Plastikverbrauch.






