Betrügerische Inkassoschreiben fluten Deutschland – wie Sie sich schützen
Reza HendriksBetrügerische Inkassoschreiben fluten Deutschland – wie Sie sich schützen
Gefälschte Mahnschreiben nehmen in Deutschland zu
Betrügerische Inkassoschreiben verbreiten sich in Deutschland immer weiter. Kriminelle verschicken gefälschte Zahlungsaufforderungen, um Menschen zur Begleichung erfundener Forderungen zu drängen. Viele dieser Schreiben missbrauchen dabei die Namen real existierender Unternehmen, um seriös zu wirken.
Verbraucherschützer in Nordrhein-Westfalen schlagen Alarm wegen einer Betrugsmasche mit der fingierten Firma "COEO-INKASSO GmbH". Betrüger geben sich zudem als bekannte Inkassodienstleister wie "Jedermann Inkasso GmbH", "Universal Inkasso AG" oder "DIAS Deutsche Inkasso Service GmbH" aus. Die täuschenden Schreiben setzen Opfer unter Druck, nicht existierende Schulden zu begleichen.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat reagiert und eine "Inkasso-Schwarze Liste" veröffentlicht. Darauf stehen 146 verdächtige Unternehmen, vor denen Verbraucher sich in Acht nehmen sollten. Die Behörden raten davon ab, die Absender zu kontaktieren, Lastschriften einzurichten oder Geld zu überweisen.
Wie erkennt man Betrug? Verbraucher können prüfen, ob der Absender im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen ist – dieser Service ist kostenlos online abrufbar. Gibt sich das Schreiben als Anwaltskanzlei aus, lässt sich die Seriosität über das Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer überprüfen. Bei offensichtlichen Betrugsversuchen wird geraten, den Vorfall umgehend bei der Polizei anzuzeigen.
Der Anstieg gefälschter Inkassoschreiben zeigt, wie wichtig Vorsicht ist. Verbraucher können sich schützen, indem sie Unternehmen über offizielle Register überprüfen. Durch das Melden verdächtiger Forderungen helfen sie den Behörden, diese betrügerischen Machenschaften zu verfolgen und zu bekämpfen.






