25 March 2026, 20:28

Bundesbank will Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Rundung ersetzen

Alte deutsche 5 Reichsmark-Banknote mit Porträt eines Mannes, ausgegeben in Deutschland.

Bundesbank will Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Rundung ersetzen

Die Deutsche Bundesbank hat einen Plan vorgelegt, Bargeldzahlungen auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag zu runden. Damit soll die Herstellung und Handhabung von Kleingeld kostengünstiger werden. Viele Kundinnen und Kunden in Nordrhein-Westfalen befürworten die Idee bereits – einige Supermärkte testen ähnliche Modelle.

Laut dem Vorschlag der Bundesbank würden die Preise an der Kasse angepasst: Ein Artikel für 3,99 Euro würde auf 4,00 Euro aufgerundet, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden. Auf diese Weise würden Ein- und Zwei-Cent-Münzen schrittweise aus dem Zahlungsverkehr in Deutschland verschwinden.

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Mehrere europäische Länder wenden dieses System bereits an. Finnland, die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland runden Bargeldzahlungen auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag. Allerdings hat bisher kein Land die kleinsten Münzen vollständig abgeschafft, da dies einer EU-weiten Genehmigung bedürfte.

Die öffentliche Unterstützung für die Idee ist groß. Eine Bundesbank-Studie aus dem Jahr 2023 ergab, dass 56 Prozent der Deutschen die Rundungsregel befürworten. Die Bank wies zudem darauf hin, dass etwa die Hälfte aller Einkäufe im Laden noch bar bezahlt wird. Die hohen Kosten für Prägung, Verpackung und Transport der Kleingeldmünzen haben den Vorschlag vorangetrieben.

Falls eingeführt, würde die neue Regel den Umgang mit Ein- und Zwei-Cent-Münzen in Deutschland reduzieren. Kundinnen und Kunden hätten leichte Anpassungen auf der Endrechnung, während Unternehmen die Handhabungskosten senken könnten. Der Plan entspricht bereits bestehenden Praktiken in mehreren EU-Staaten.

Quelle