Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

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Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Bundeskartellamt verhängt 2025 deutlich weniger Bußgelder

Teaser: Das Bundeskartellamt hat 2025 deutlich weniger Bußgelder wegen Kartellverstößen verhängt – deutlich weniger als im Vorjahr.

22. Dezember 2025, 06:38 Uhr

Die deutsche Wettbewerbsbehörde, das Bundeskartellamt, hat im Jahr 2025 deutlich weniger Geldstrafen wegen Kartellvergehen verhängt als in den Vorjahren. Die Gesamtbußgelder beliefen sich auf knapp unter 10 Millionen Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 26 Millionen Euro im Jahr 2024. Trotz dieses Rückgangs ging die Behörde weiterhin gegen illegale Preisabsprachen und Marktmanipulationen vor.

Die höchste Strafe des Jahres 2025 traf den Audioausrüster Sennheiser, der mit 6 Millionen Euro belegt wurde. Das Unternehmen hatte systematisch Druck auf Händler ausgeübt, um die Ladenpreise künstlich hochzuhalten. Dieser Fall unterstreicht den Fokus der Behörde auf die Durchsetzung fairer Preise in Verbrauchermärkten.

In einem separaten Urteil aus dem Jahr 2025 wurde eine Strafe von 21 Millionen Euro gegen die Lech-Stahlwerke bestätigt, die ursprünglich zwischen 2018 und 2021 verhängt worden war. Der Stahlproduzent war schuldig befunden worden, über einen Zeitraum von 14 Jahren – von 2002 bis 2016 – die Preise für Edelstahl manipuliert zu haben. Diese Entscheidung bestätigt die langjährigen Bemühungen des Bundeskartellamts, industrielle Preiskartelle zu bekämpfen.

Insgesamt erhielt die Behörde 2025 rund 600 anonyme Hinweise über ihr Meldesystem. Dennoch ging die Zahl der verhängten Bußgelder im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurück. Präsident Andreas Mundt wies darauf hin, dass strengere rechtliche Anforderungen es schwieriger machten, in Kartellverfahren Verurteilungen zu erwirken. Die Bußgelder des Jahres 2025 fallen im Vergleich zu früheren Rekordjahren kaum ins Gewicht: 2019 hatten Unternehmen noch 848 Millionen Euro gezahlt, davon allein 648 Millionen Euro in einem einzigen Verfahren gegen Stahlproduzenten. Der absolute Höchststand bleibt das Jahr 2014 mit Bußgeldern in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Selbst 2023 waren es nur 2,8 Millionen Euro, was unter anderem auf pandemiebedingte Verzögerungen zurückzuführen war.

Die Bußgelder des Bundeskartellamts im Jahr 2025 spiegeln einen rückläufigen Trend bei Kartellsanktionen wider. Da weniger Verfahren zu Verurteilungen führen, sieht sich die Behörde weiterhin mit der Herausforderung konfrontiert, die gesetzlichen Standards zu erfüllen. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse, dass Preisabsprachen und Marktmanipulationen nach wie vor gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen und strafbar sind.

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