Buschfeld in Solingen: Wohnbaupläne fallen – Freiflächen bleiben erhalten
Reza HendriksBuschfeld in Solingen: Wohnbaupläne fallen – Freiflächen bleiben erhalten
Die Zukunft des Buschfeld-Gebiets in Solingen steht vor einem Wandel. Der Planungsausschuss des Regierungsbezirkes hat empfohlen, die Fläche nicht länger als potenzielles Wohnbau-Reservegebiet auszuweisen. Diese Entscheidung muss nun noch vom gesamten Regierungsbezirkrat endgültig abgesegnet werden.
Während der Anhörung sprachen sich die Industrie- und Handelskammer Niederrhein sowie die Handwerkskammer Düsseldorf gegen die Umwidmung aus. Dennoch fand der Vorschlag im Ausschuss breite Zustimmung. Lediglich die Fraktion von FDP/Freie Wähler und ein SPD-Mitglied stimmten dagegen.
Befürworter der Änderung argumentieren, dass Buschfeld damit dauerhaft als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche geschützt werde. Sie betonen die Bedeutung des Erhalts solcher Gebiete. Gegner, darunter die FDP/Freie Wähler-Fraktion, kritisieren den Schritt als zu restriktiv. Ihrer Meinung nach schränkt er Solingens langfristige Möglichkeiten für Wohnraum, Gewerbe und Infrastruktur ein.
Die Fraktion bezeichnete die Entscheidung als Fehler und kündigte an, sich weiterhin für flexiblere Flächenpolitik einzusetzen. Die Debatte spiegelt einen grundsätzlichen Konflikt in Solingen wider: zwischen Entwicklungsbedarf und Landschaftsschutz.
Das letzte Wort über die Umwidmung hat nun der gesamte Regierungsbezirkrat. Wird der Beschluss gebilligt, entfällt die Ausweisung Buschfelds als mögliches Wohngebiet. Stattdessen bleibt die Fläche als Freiraum und Agrarland gesichert.






