01 April 2026, 00:26

Dortmunds Ethikkommission blockiert: Warum die Jagd und Hund ohne Regeln droht

Ein Plakat mit einer Fahne mit zwei Löwen und dem Text "Holland Mechanics' Long Cut zum Rauchen oder Kauen".

Dortmunds Ethikkommission blockiert: Warum die Jagd und Hund ohne Regeln droht

Dortmunder Ethikkommission zu Großwildjagden auf der Jagd und Hund seit über einem Jahr untätig

Die Ethikkommission der Stadt Dortmund, die 2023 eingerichtet wurde, um die Präsentation von Großwildjagden auf der Messe Jagd und Hund zu prüfen, ist seit mehr als einem Jahr inaktiv. Nun wächst der Druck auf die Stadt, die Arbeit des Gremiums wiederaufzunehmen – besonders mit Blick auf die nächste Ausgabe der Veranstaltung. Ein jüngster Beschluss des Stadtrats fordert, dass sich die Kommission noch vor der Sommerpause trifft, um die seit Langem bestehenden Bedenken zu klären.

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Ursprünglich sollte die Kommission bewerten, ob der Verkauf von Jagd-Safaris auf der Messe ethisch vertretbar ist. Zudem sollte sie untersuchen, welche Auswirkungen solche Praktiken auf den Artenschutz haben. Bisher gibt es jedoch keine Protokolle oder Ergebnisse der Kommission – laut Eigenangabe von Dortmunds Oberbürgermeister liegt dies an lückenhafter Aktenführung.

Der Stadtrat hat nun Initiative ergriffen: Die Grünen, die SPD, die Linke und kleinere Fraktionen unterstützten einen Antrag, die Kommission erneut einberufen. Die CDU schlug einen späteren Termin vor, während die AfD die Arbeit des Gremiums komplett ablehnt. Die Dringlichkeit ergibt sich aus der bevorstehenden Jagd und Hund, die bei Ausstellern und Veranstaltern für Unsicherheit über künftige Regelungen sorgt.

Die Bundesregierung steht kommerzieller Trophäenjagd seit Langem kritisch gegenüber – besonders deutlich wurde dies 2022, als sie Botswanas Angebot, Elefanten als "Geschenk" zu übernehmen, zurückwies. Das Bundesumweltministerium unterstützt weiterhin internationale Abkommen, die solche Jagden einschränken, und setzt dabei auf Lebensraumschutz statt auf die Vergabe von Jagdgenehmigungen.

Eigentlich sollten die Erkenntnisse der Kommission Dortmund als Leitlinie dienen, um über Aussteller zu entscheiden, die Jagdreisen anbieten. Ohne Fortschritte drohen nun Verzögerungen bei der Festlegung klarer Richtlinien für die Messe. Gleichzeitig erhöht der bundesweite Widerstand gegen die Trophäenjagd den Druck auf die lokalen Behörden, endlich zu handeln.

AKTUALISIERUNG

Jagd und Hund 2026 Proceeds Without Ethics Commission Action

The 2026 Jagd und Hund fair ran from 27 January to 1 February in Dortmund with 79,000+ visitors, matching 2025's numbers. Despite ongoing pressure to reform rules on trophy hunting exhibitions, no new restrictions were implemented during the event. Key details include:

  • Over 700 international exhibitors participated, including the WILD FOOD FESTIVAL.
  • Post-event summaries confirm the fair operated without disruptions or updated guidelines.
  • The ethics commission remains inactive, leaving exhibitors in regulatory limbo.