Edeltraut Müller erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in der Pflege
Reza HendriksEdeltraut Müller erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in der Pflege
Edeltraut Müller mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet
Edeltraut Müller ist für ihr lebenslanges Engagement in sozialen Belangen mit der höchsten Auszeichnung Deutschlands geehrt worden. Die 84-Jährige erhielt am 28. November 2025 das Bundesverdienstkreuz für ihr jahrzehntelanges Wirken – von der Krankenpflege und Hospizarbeit über die Begleitung sterbenskranker Patienten bis hin zur Unterstützung von Bewohnern in Pflegeheimen.
Müller begann ihre Laufbahn als Ordensschwester in Münster, bevor sie eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte. Später arbeitete sie im Essener Philippusstift, wo sie sich viele Jahre um ältere Heimbewohner kümmerte. Auch nach ihrer Pensionierung setzte sie ihr Engagement als Ehrenamtliche fort.
2014 schloss sie sich dem Projekt "Wünschewagen" an, das sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllt. Im Laufe der Jahre begleitete sie persönlich über 100 Patienten auf Reisen – von Disneyland Paris bis zur Jagd nach dem Nordlicht in Norwegen. Ihre Einfühlsamkeit und Zuverlässigkeit brachten ihr sowohl bei Kollegen als auch bei Patienten große Anerkennung ein.
Ab 2017 übernahm Müller eine Tätigkeit bei der St. Ludgeri-Stiftung in Essen-Werden. Dort arbeitete sie am Empfang, organisierte Veranstaltungen und sprang oft kurzfristig ein, um Schichten zu übernehmen. Zudem warb sie Sponsoren für den Stiftungsnewsletter an und sicherte so dessen Fortbestand.
Vor ihrer Pensionierung leitete sie als Direktorin das Caritas Stift St. Lambertus in Rellinghausen. Unter ihrer Führung führte das Pflegeheim eine neue Regelung ein, die Bewohnern die Haltung von Haustieren erlaubte – eine Premiere für Essen. Diese Initiative steigerte die Lebensqualität vieler älterer Menschen in ihrer Obhut.
Der Bundesverdienstorden, 1951 gestiftet, ist die einzige allgemeine staatliche Auszeichnung Deutschlands für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl. Er umfasst acht Stufen und ist mit keiner finanziellen Zuwendung verbunden. Vertreter aus Kommunen und Bund überreichen die Ehrung an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft einsetzen.
Müllers Auszeichnung würdigt ihr jahrzehntelanges selbstloses Wirken in Gesundheitswesen, Hospizbegleitung und gemeinnütziger Arbeit. Die Ehrung krönt ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement, ihre Führungsrolle und ihr persönliches Bemühen um das Wohl anderer. Die Feierstunde am 28. November 2025 unterstrich ihren bleibenden Einfluss auf Essen und darüber hinaus.






