18 March 2026, 06:28

Erster Schnee kommt früher – diese Regeln gelten jetzt für alle

Eine Senfflasche liegt im Schnee.

Erster Schnee kommt früher – diese Regeln gelten jetzt für alle

Winter kommt dieses Jahr früh – und mit ihm der erste Schnee

Schon heute wird in höheren Lagen Schneefall erwartet, und mit sinkenden Temperaturen warnen Behörden vor glatten Straßen, rutschigen Gehwegen und gefährlichen Bedingungen – ob im Auto, zu Hause oder auf dem Fahrrad. Jetzt heißt es: vorbereiten.

Autofahrer müssen umrüsten Sobald winterliche Verhältnisse herrschen, sind Winterreifen Pflicht. Gesetzlich vorgeschrieben sind Reifen mit dem Alpine-Symbol (Schneeflocke mit Berg) und einer Mindestprofiltiefe von vier Millimetern. Wer mit Sommerreifen oder älteren M+S-Modellen ohne Alpine-Kennzeichnung unterwegs ist, riskiert Bußgelder ab 60 Euro. Zudem können Versicherungen bei Unfällen mit falscher Bereifung die Kostenübernahme verweigern.

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Die Regeln für Winterreifen gelten seit Oktober 2021 weitgehend unverändert. Eine kleine Anpassung im Januar 2025 präzisierte lediglich, dass Fahrzeuge ohne Alpine-Symbol rechtlich keine Winterreifen nutzen dürfen. Die Pflicht selbst – gültig vom 1. Oktober bis Ostern, mit Empfehlungen bis zum 30. April – bleibt vorerst bis mindestens November 2025 bestehen.

Radfahrer: Vorsicht und gute Ausrüstung sind entscheidend Auch wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte jetzt umdenken: langsamer fahren, mehr Abstand halten und auf Winter- oder Ganzjahresreifen setzen, um auf glatten Straßen besser Haftung zu haben. Bei schlechter Sicht ist gute Beleuchtung lebenswichtig – vorgeschrieben sind eine weiße Frontleuchte mit Reflektor, ein Rücklicht und ein roter Rückstrahler.

Räum- und Streupflicht: Wer ist zuständig? Kommunen kümmern sich um das Räumen und Streuen von öffentlichen Straßen, Plätzen und Radwegen. Doch für Gehwege vor dem eigenen Grundstück sind oft die Anwohner verantwortlich. Wer hier seiner Pflicht nicht nachkommt, haftet im Schadensfall – etwa wenn jemand stürzt.

Frostschutz zu Hause: Einfache Maßnahmen helfen Schon kleine Vorbereitungen können teure Schäden verhindern: Wasserleitungen im Außenbereich sollten abgestellt und entleert werden, Kellerfenster geschlossen bleiben. Kurzes, aber gründliches Stoßlüften – also Fenster für einige Minuten weit öffnen – reduziert Feuchtigkeit und beugt Schimmel vor. Im Garten sollte Laub von Rasenflächen entfernt, aber als Mulchschicht um Pflanzen genutzt werden. Kübelpflanzen brauchen zusätzlichen Frostschutz, und Wassereimer oder Gießkannen müssen geleert werden, um Risse zu vermeiden.

Fazit: Vorbereitung lohnt sich Mit dem ersten Schnee steigt das Risiko für Unfälle, Bußgelder oder teure Reparaturen. Ob Autofahrer, Radfahrer oder Hausbesitzer – jeder trägt Verantwortung, wenn die Kälte einzieht. Wer seine Pflichten vernachlässigt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, falls andere dadurch zu Schaden kommen.

Quelle