FDP-Doppelspitze: Strack-Zimmermann wirbt für Team mit Kubicki und Höne
Lutz KühnertFDP-Doppelspitze: Strack-Zimmermann wirbt für Team mit Kubicki und Höne
FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann schlägt Doppelspitze mit Wolfgang Kubicki vor
Nach den enttäuschenden Wahlergebnissen der FDP hat die Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann eine gemeinsame Führung mit Wolfgang Kubicki ins Spiel gebracht. Die beiden erörterten eine mögliche Zusammenarbeit nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg, wo die Partei nur noch auf 4 Prozent der Stimmen kam. Strack-Zimmermann wies Spekulationen über persönliche Spannungen zurück und lobte Kubicki als "starken und erfahrenen Politiker", der eine breite Wählerschaft ansprechen könne.
Die FDP steckt in einer Krise: In Baden-Württemberg fiel ihr Stimmenanteil von rund 5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 4 Prozent 2026. Noch dramatischer war der Einbruch in Rheinland-Pfalz, wo die Partei von 5,5 auf 2,1 Prozent abstürzte und damit komplett aus dem Landtag flog.
Ursprünglich hatte Strack-Zimmermann Kubicki eine gemeinsame Kandidatur vorgeschlagen, dieser lehnte jedoch ab. Sie zeigt sich dennoch offen für das Modell und nannte zudem den FDP-Vizevorsitzenden Henning Höne als möglichen Partner. Höne gelte als "höchst erfahren" und sei für die Zukunft der Partei unverzichtbar – insbesondere, um die Generationenlücke zu überbrücken.
Trotz Kubickis anfänglicher Absage ist Strack-Zimmermann überzeugt, dass eine Zusammenarbeit der drei Politiker Vertrauen zurückgewinnen könnte. Ihre jeweiligen Stärken – Kubickis direkte Art, Hönes Erfahrung und ihre eigene Führungsrolle – könnten der FDP in dieser schwierigen Phase neuen Schwung verleihen.
Die Liberalen stehen nach herben Verlusten in zentralen Bundesländern vor einer Bewährungsprobe. Strack-Zimmermanns Vorstoß für eine Doppelspitze zielt darauf ab, die Partei zu stabilisieren. Ob Kubicki oder Höne letztlich mitziehen, bleibt ungewiss – die Debatte zeigt jedoch, dass die FDP vor der entscheidenden Phase auf Einheit setzt.






