08 May 2026, 14:34

Fußballgewalt in Deutschland: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Vorfälle in der Saison 2023/24

Gruppe von Menschen, die Fußball auf einem Feld spielen, tragen Sportkleidung, Helme und Schuhe, einige halten Kameras; Zuschauer sitzen und stehen im Hintergrund.

Fußballgewalt in Deutschland: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Vorfälle in der Saison 2023/24

Verletzungen im Zusammenhang mit Fußballspielen in Deutschlands drei höchsten Ligen sind in der vergangenen Saison zurückgegangen – das zeigen aktuelle Zahlen. Trotz dieses Rückgangs bleiben die Behörden besorgt über Gewalt und den Missbrauch von Pyrotechnik. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul forderte schärfere Maßnahmen gegen Täter in den Stadien.

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Insgesamt wurden in der Saison 2023/24 an Spieltagen 1.107 Verletzte gezählt. Das entspricht einem Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 1.338 Verletzungen registriert wurden. Unter den Verletzten befanden sich 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte.

Verstöße im Zusammenhang mit Pyrotechnik stiegen dagegen um 73 Prozent an – insgesamt 4.783 Vorfälle wurden dokumentiert. Zudem leiteten die Behörden 5.197 Strafverfahren ein, was jedoch einem Rückgang um 22 Prozent gegenüber der Vorsaison entspricht. Reul verurteilte die Gewalt und betonte, dass über 1.000 Verletzte in einer einzigen Saison inakzeptabel seien. Er bestand darauf, dass gewalttätige Straftäter konsequent aus Stadien und Fanzonen verbannt werden müssten.

Fanszenen-Vertretungen widersprachen der Darstellung einer flächendeckenden Gewalt und bezeichneten diese als übertrieben und irreführend. Sie wiesen darauf hin, dass Strafanzeigen und Verletzungen seit Jahren im Promillebereich lägen. Die Stadien seien weiterhin ausverkauft, und Großveranstaltungen wie das Oktoberfest bergen ein weitaus höheres Sicherheitsrisiko als Fußballspiele.

Die aktuellen Zahlen zeichnen ein zwiespältiges Bild: Zwar gingen Verletzungen und Strafverfahren zurück, doch der deutliche Anstieg bei Pyrotechnik-Missbrauch gibt Anlass zur Sorge. Die Behörden drängen weiterhin auf strengere Kontrollen, um für mehr Sicherheit an Spieltagen zu sorgen.

Quelle