Gaming-Communities kämpfen mit Einsamkeit, Hass und Diskriminierung – neue Umfrage enthüllt alarmierende Trends
Lutz KühnertGaming-Communities kämpfen mit Einsamkeit, Hass und Diskriminierung – neue Umfrage enthüllt alarmierende Trends
Eine neue Umfrage deckt besorgniserregende Trends unter leidenschaftlichen Gamern auf. Viele berichten von Einsamkeit, verbalen Angriffen und der Konfrontation mit diskriminierenden Einstellungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Probleme in Gaming-Communities weit über den Bildschirm hinausreichen.
Einsamkeit betrifft einen beträchtlichen Teil der Vielspieler. Mehr als die Hälfte – 58 Prozent – gab an, sich mäßig oder stark einsam zu fühlen. Die demografische Verteilung ist jung und männlich geprägt: 75 Prozent der regelmäßigen Spieler sind Männer, 55 Prozent zwischen 16 und 34 Jahre alt.
Beleidigungen gehören für viele zum Alltag. Während 38 Prozent der engagierten Gamer angaben, sehr oft oder häufig beschimpft zu werden, war fast jeder siebte Befragte (14 Prozent) häufig oder sehr häufig verbalen Attacken ausgesetzt. Ein Drittel jedoch berichtete, solche Verhaltensweisen selten oder sehr selten zu erleben. Einige Spielerinnen verschleiern sogar ihr Geschlecht, um Diskriminierung zu entgehen.
Feindseligkeiten gegenüber bestimmten Gruppen waren ebenfalls auffällig. Fast die Hälfte der leidenschaftlichen Gamer (43 Prozent) stimmte der Aussage zu, Jüdinnen und Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Antifeministische Haltungen und Ablehnung gegenüber LGBTQ+-Personen waren ähnlich weit verbreitet. Darüber hinaus hatten 27 Prozent der Hardcore-Gamer im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen – fast doppelt so viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt.
Die Umfrage zeichnet das Bild einer Community, die mit sozialen Herausforderungen kämpft. Viele Gamer erleben Einsamkeit, Anfeindungen und diskriminierende Einstellungen. Gleichzeitig zeigt sich bei einem Teil der Spieler ein hohes Maß an politischem Engagement.






