02 May 2026, 16:26

Georg Baselitz – der kopfstehende Revolutionär der Kunst ist tot

Deutsches Propagandaplakat aus dem Jahr 1910 für das Künstlerhaus Wien, das einen geflügelten Mann in einem Kranz zeigt, mit entschlossener Miene und ausgestreckten Armen.

Georg Baselitz – der kopfstehende Revolutionär der Kunst ist tot

Der renommierte deutsch-österreichische Maler Georg Baselitz ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Der Künstler, eine prägende Figur des Nachkriegs-Neuexpressionismus, war weltweit für seine kühnen, auf den Kopf gestellten Kompositionen bekannt. Sein Tod ereignet sich just zu dem Zeitpunkt, an dem in Salzburg eine große Ausstellung seiner Werke eröffnet wurde.

Baselitz galt seit Langem als eine der bestimmenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunst. Sein Markenzeichen – die kopfstehenden Motive – stellte herkömmliche Perspektiven infrage und brachte ihm internationale Anerkennung ein. Über seine provokante Technik hinaus blieb er eine zentrale Stimme jener Bewegung, die die expressive Malerei im späten 20. Jahrhundert wiederbelebte.

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Seit 2015 besaß der Künstler die österreichische Staatsbürgerschaft und vertiefte damit seine Verbindung zur Kulturlandschaft des Landes. Erst in diesem Monat eröffnete er im Salzburger Museum der Moderne eine neue Ausstellung, wo er zudem eines seiner Werke der Dauerausstellung stiftete. Die Schau sollte parallel zu einem weiteren geplanten Ereignis stattfinden: seiner Teilnahme an der Biennale in Venedig, wo er eine separate Ausstellung eröffnen sollte.

1938 in Deutschland geboren, prägte Baselitz über Jahrzehnte die moderne Kunst. Sein Tod hinterlässt ein Erbe der furchtlosen Experimentierfreude und ein Werk, das weiterhin Generationen von Malern inspiriert.

Zu Baselitz’ letzten Projekten zählten Ausstellungen in Salzburg und Venedig, die seinen anhaltenden Einfluss in der Kunstwelt unterstreichen. Sein gestiftetes Werk bleibt im Museum der Moderne zu sehen, während seine geplante Biennale-Schau möglicherweise als posthum gewidmete Hommage stattfinden wird. Seine Beiträge zum Neuexpressionismus und seine unverwechselbare Bildsprache sichern ihm einen festen Platz in der Kunstgeschichte.

Quelle