GLS Bank in der Kritik: Kontoschließungen lösen Proteste und Gerichtsurteil aus
Anto StumpfGLS Bank in der Kritik: Kontoschließungen lösen Proteste und Gerichtsurteil aus
GLS Bank gerät wegen Kontoschließungen unter Druck – Gerichte und Proteste fordern Kurswechsel
Die GLS Bank steht wegen jüngster Kontoschließungen in der Kritik, die zu Protesten und juristischen Schritten geführt haben. Auf ihrer Mitgliederversammlung sprach die Mehrheit der Anwesenden dem Vorstand das Vertrauen aus, während die Bank ihre Entscheidungen verteidigte. Unterdessen hat ein Gericht zugunsten einer betroffenen Organisation eingegriffen.
Auslöser der Kontroverse war die Schließung von Konten, die mit bestimmten politischen Gruppen in Verbindung standen. Es folgten Proteste, darunter ein offener Brief der Initiative Stop Debanking. Eine Allianz aus Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen unterstützte die Kampagne.
Ein Gericht entschied später, dass die Sparkasse Göttingen die Konten der Roten Hilfe vorläufig offenhalten muss. Trotz der öffentlichen Kritik wies die GLS Bank politische Motive zurück. Sie begründete die Schließungen mit rechtlichen und regulatorischen Pflichten, darunter die Meldepflicht bei verdächtigen Transaktionen.
Auf der Mitgliederversammlung bestätigten 676 von 720 Anwesenden das dreiköpfige Vorstandsteam im Amt. Aysel Osmanoğlu, bisherige Sprecherin des Vorstands, gehört dem Gremium nicht mehr an. Auch der Aufsichtsrat unter der scheidenden Vorsitzenden Irene Reifenhäuser-Karnath erhielt eine deutliche Zustimmung.
Die GLS Bank führte inzwischen Gespräche mit potenziell betroffenen Kunden, um die Regeln zu erläutern und ihnen zu helfen, Transaktionen zu vermeiden, die regulatorische Warnmeldungen auslösen könnten.
Die gerichtliche Entscheidung sichert der Roten Hilfe vorerst den Zugang zu ihren Konten. Die GLS Bank betont weiterhin die Einhaltung finanzieller Vorschriften. Wie Banken künftig mit ähnlichen Fällen umgehen, wird maßgeblich von den Folgen der Proteste und Klagen abhängen.






