Henkel kämpft mit Ölpreis-Krise: Preiserhöhungen und stabile Kundenbindung
Reza HendriksHenkel kämpft mit Ölpreis-Krise: Preiserhöhungen und stabile Kundenbindung
Henkel, der Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise. Der Konzernchef warnte, dass eine Verzögerung bei Preisanpassungen die Auswirkungen der Krise noch verschärfen könnte. Dennoch bleibt die Kundenbindung trotz der Preiserhöhungen stabil.
Das globale Konsumgüterunternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, verzeichnet steigende Ausgaben. Weniger als 20 Prozent der Belegschaft arbeiten in Deutschland, doch die Folgen der höheren Ölpreise treffen Henkel indirekt: Zulieferer und Logistikpartner geben ihre gestiegenen Kosten weiter, was Material-, Transport- und Produktionskosten des Konzerns in die Höhe treibt.
Im Jahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro. Um die aktuellen Herausforderungen zu meistern, setzt Henkel auf die Qualität und den Nutzen seiner Produkte, um die Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Der Vorstandsvorsitzende äußerte sich vorsichtig optimistisch und betonte, dass die Krise möglicherweise nicht das ganze Jahr anhalten werde.
Obwohl es in den vergangenen zwölf Monaten keine größeren Störungen in der globalen Lieferkette von Henkel gab, bleiben die Rohstoffpreise volatil. Zudem ist die Nachfrage in wichtigen Märkten verhalten, was die Unsicherheit verstärkt. Der Konzern verlässt sich weiterhin auf seinen starken Markenruf, um das Vertrauen der Kunden trotz der Preisanstiege zu halten. Gleichzeitig beobachtet Henkel genau die ölbedingten Kostendruckfaktoren und die Ausgaben der Zulieferer. Der Fokus liegt derzeit darauf, Preispolitik und Produktwert in Einklang zu bringen, um die anhaltende Krise zu bewältigen.






