18 April 2026, 08:28

Hexenprozesse in Essen: Warum die Stadt anders mit Verfolgung umging

Eine historische Karte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die die religiöse Landschaft der Region detailliert abbildet.

Hexenprozesse in Essen: Warum die Stadt anders mit Verfolgung umging

Öffentlicher Vortrag: Die Geschichte der Hexenprozesse in Essen

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Am 5. Dezember 2025 findet in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag über die Geschichte der Hexenverfolgung statt. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchiv, wird die Diskussion leiten und dabei beleuchten, wie sich Anklagen und Prozesse in der Region zwischen dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert entwickelten. Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Volkshochschule Essen und steht allen Interessierten nach vorheriger Anmeldung offen.

Die Hexenjagden im Rheinland und in Westfalen erreichten zwischen 1585 und 1632 ihren Höhepunkt. Besonders betroffen war das Vest Recklinghausen, wo die Verfolgung besonders grausame Züge annahm. Essen jedoch zeigte ein anderes Muster – wie lokale Akten belegen.

Dr. Kauertz hat jahrelang die Essener Archive untersucht, um zu verstehen, warum sich die Anklagen von denen in Nachbarregionen wie Recklinghausen oder dem Kurfürstentum Köln unterschieden. In ihrem Vortrag wird sie Essen als Fallbeispiel nutzen, um die sozialen, rechtlichen und religiösen Faktoren zu analysieren, die diese Prozesse prägten.

Die Veranstaltung findet von 18:00 bis 19:30 Uhr im Kleinen Saal der VHS am Burgplatz 1 statt. Eine Anmeldung ist online unter www.vhs-essen.de mit der Kursnummer 252.1B004N möglich.

Der Vortrag bietet die Gelegenheit, die Besonderheiten der Essener Hexenprozesse im Vergleich zu anderen Regionen kennenzulernen. Dr. Kauertz' Forschung stützt sich direkt auf historische Quellen der Stadt und wirft einen detaillierten Blick auf ein dunkles Kapitel der lokalen Geschichte. Der kostenlose Eintritt sorgt dafür, dass die Veranstaltung für alle zugänglich ist, die sich für das Thema interessieren.

Quelle