17 March 2026, 08:27

Karim Adeyemi zu 450.000 Euro Strafe wegen Waffenbesitzes verurteilt

Ein Sportler, der für ein Foto posiert und ein T-Shirt mit mehreren Sponsorennamen trägt.

Karim Adeyemi zu 450.000 Euro Strafe wegen Waffenbesitzes verurteilt

Karim Adeyemi, der 23-jährige Stürmer von Borussia Dortmund, ist zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt worden, nachdem ein Gericht ihn des illegalen Waffenbesitzes für schuldig befunden hatte. Der Fall begann, als Flughafen-Sicherheitskräfte in einem Paket, das mit dem Spieler in Verbindung stand, einen Schlagring und einen Elektroschocker entdeckten. Adeyemi räumte zwar ein, die Gegenstände bestellt zu haben, betonte jedoch, er habe nicht gegen das Gesetz verstoßen wollen.

Das Ereignis ereignete sich Anfang 2024, nachdem Adeyemi online eine sogenannte "Mystery-Box" erworben hatte. Ohne sein Wissen enthielt das Paket verbotene Gegenstände. Ein gemeinsamer Bekannter, der im Glauben, es handele sich um Kosmetik und Kleidung, den falschen Karton mit zum Flughafen genommen hatte, löste damit die Entdeckung aus. Bei einer Routinekontrolle stießen Sicherheitskräfte auf die Waffen.

Nach dem Fund sah sich Adeyemi mit einem Gerichtsverfahren konfrontiert. Er beharrte darauf, von den Waffen nichts gewusst zu haben, und bedauerte die Situation. Trotz seiner Aussagen sprach ihn das Gericht schuldig und verhängte eine hohe Strafe.

Borussia Dortmund reagierte umgehend auf den Skandal. Der Verein führte ein Gespräch mit Adeyemi, an dem Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl teilnahmen. Ricken bezeichnete die Aussprache später als "gründlich und klar" in Bezug auf das Verhalten des Spielers. Als interne disziplinarische Maßnahme verpflichtete der BVB Adeyemi dazu, als Sozialstunden Trainingsstunden für Kinder in Dortmund zu leiten.

Die Verurteilung stellt einen Rückschlag für Adeyemi dar, der nun nicht nur mit finanziellen Strafen, sondern auch mit vereinsinternen Auflagen konfrontiert ist. Sein Fall zeigt die Risiken auf, die mit dem Kauf ungeprüfter Waren im Internet verbunden sind – selbst unbeabsichtigt. Die Entscheidung des Vereins, ihn in die Jugendarbeit einzubinden, deutet darauf hin, dass der Vorfall als Lernchance genutzt werden soll.

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