31 March 2026, 12:42

KiBiz-Reform in NRW: Kitas und Eltern protestieren gegen geplante Verschlechterungen

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung in Not zeigt, mit Text oben und unten.

KiBiz-Reform in NRW: Kitas und Eltern protestieren gegen geplante Verschlechterungen

Kita-Einrichtungen und Träger in Nordrhein-Westfalen protestieren gegen geplante Reformen des Landes-Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)

In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens formiert sich Widerstand gegen die geplanten Änderungen am Kinderbildungsgesetz. Bereits in Lennestadt gab es Demonstrationen, weitere Kundgebungen sind in den kommenden Wochen in Köln, Düsseldorf, Münster und im Ruhrgebiet angekündigt.

Die von dem Trägernetzwerk WIR-KITAs organisierten Proteste begannen, nachdem sich bis zum 31. März 2026 insgesamt 47 Kitas und 12 Trägerverbünde öffentlich gegen die Reformen ausgesprochen hatten. Unter dem Motto "Wir sind sprachlos" versammelten sich Eltern, Erzieher:innen und Kinder in Lennestadt, um auf ihre Sorgen aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt stehen steigende Energiekosten und ein dramatischer Fachkräftemangel, der bereits jetzt die Betreuungsqualität beeinträchtige.

Die Landesregierung plant unter anderem die Einführung eines neuen "Kern- und Randzeiten"-Modells, das Kritiker:innen als mögliche Verschlechterung der Betreuungsstandards sehen. Vanessa Frankenthal, Leiterin des KindergartensSt. Josef Saalhausen*, warnte, dass die Bedürfnisse der Kinder aufgrund von Personalmangel nicht ausreichend berücksichtigt werden könnten. Zudem habe die seit Januar geltende Reform die Inflation nicht ausgeglichen, sodass viele Einrichtungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien.

Als Reaktion darauf kündigte die Regierung an, jährlich zusätzliche 50 Millionen Euro in Personal und 200 Millionen Euro für das nächste Kita-Jahr zu investieren. Die Verantwortlichen betonen, die Änderungen würden die Planbarkeit für Familien verbessern und die frühe Kindheitsbildung stärken. Bei einer Verabschiedung sollen die Reformen 2025 in Kraft treten.

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Die Proteste zeigen, wie tief die Sorgen über Finanzierung, Personalausstattung und die Auswirkungen der Reformen auf die Betreuungsqualität sitzen. Während sich der Widerstand in der Region ausbreitet, fordern Kita-Träger weitergehende Unterstützung – noch vor dem geplanten Start der Neuregelungen im kommenden Jahr.

Quelle