19 June 2026, 20:23

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenabgabe gegen Sucht und Kriminalität

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenabgabe gegen Sucht und Kriminalität

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen ein. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen damit die wachsenden Probleme durch Suchterkrankungen in ihren Städten angehen. Sie sind überzeugt, dass dieser Schritt die Kriminalität verringern und die Belastung für den öffentlichen Raum mindern könnte.

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In deutschen Großstädten hat Crack Heroin als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst – darunter in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund. Abhängige in diesen Gebieten greifen häufig zu aggressivem Betteln, Diebstahl oder Prostitution. Öffentliches Urinieren und andere Belästigungen sind ebenfalls an der Tagesordnung.

In Köln hat sich der Neumarkt zu einem zentralen Treffpunkt für Drogenkonsumenten entwickelt. Anwohner und Geschäftsleute berichten von erheblichen Beeinträchtigungen. Burmester bezeichnete die Lage als überfordernd – sowohl für die Abhängigen als auch für die Bevölkerung.

Keller und Burmester haben den Justizminister von Nordrhein-Westfalen, Benjamin Limbach, gebeten, die rechtlichen Möglichkeiten für einen Mikrohandel in Drogenkonsumräumen zu prüfen. Ihr Konzept sieht medizinisch betreute Einrichtungen vor, in denen schwerstabhängige Nutzer kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen könnten. Zudem fordern die Oberbürgermeister klare, rechtlich abgesicherte Handlungsanweisungen für das Personal in diesen Zentren.

Die geplanten Einrichtungen sollen einen kontrollierten Rahmen für den Drogenhandel bieten. Dadurch ließe sich der offene Konsum und damit verbundene Straftaten eindämmen. Die Oberbürgermeister hoffen, so die Lebensbedingungen für Abhängige wie auch für die gesamte Stadtgesellschaft zu verbessern.

Quelle