Kommentar: Für die Olympischen Spiele braucht NRW mehr als 'Wir in NRW'

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Eine Gruppe von Menschen, einige mit Medaillen und Gegenständen in der Hand, steht vor Bannern und Geländern.

Kommentar: Für die Olympischen Spiele braucht NRW mehr als 'Wir in NRW'

Kommentar: Für die Olympischen Spiele braucht NRW mehr als nur „Wir in NRW“

Teaser: Die Olympische Bewerbung Nordrhein-Westfalens steht in der Kritik – Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat noch viel Aufholbedarf.

Die deutsche Bewerbung um die Olympischen Spiele 2036 in der Region Köln-Rhein-Ruhr hat zwar politische Rückendeckung erhalten, doch die Herausforderungen sind gewaltig. Am 4. Dezember 2025 unterzeichneten zentrale Akteure eine Vereinbarung zur Unterstützung des Vorhabens, doch logistische und politische Hürden gefährden den Erfolg. Kritiker monieren, dass dem aktuellen Plan die nötige Finanzierung und Geschlossenheit fehlt, um gegen Konkurrenten wie München bestehen zu können.

Die politische Absichtserklärung wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der Staatssekretärin für Sport, Dr. Christiane Schenderlein (CDU), und DOSB-Präsident Thomas Weikert unterzeichnet. Auch Vertreter der beteiligten Städte und Länder signalisierten ihre Zustimmung. Doch die frühen Phasen der Bewerbung waren von inneren Zerwürfnissen geprägt – einige SPD-Bürgermeister warfen vor, von entscheidenden Gesprächen ausgeschlossen worden zu sein.

Doch nicht nur die Politik bereitet Sorgen: Auch praktisch gibt es erhebliche Probleme. Athleten würden es kaum schaffen, innerhalb einer Stunde vom Olympischen Dorf zu den Wettkampfstätten zu gelangen – die Verkehrsanbindungen reichen schlicht nicht aus. Experten warnen, dass ein grundlegender Infrastrukturausbau unverzichtbar sei, doch das aktuelle Konzept lässt diese Frage offen. Bisher wurden lediglich 50.000 Euro investiert – ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der Komplexität des Projekts. Regionale Spannungen verschärfen die Lage zusätzlich: Duisburg kritisierte öffentlich die mangelnde Kommunikation des Landes, während die Forderungen nach einem Ende des Kleinkriegs zwischen den Städten lauter werden.

Anders als in München, wo eine breite parteiübergreifende Unterstützung die Bewerbung stärkt, fehlt es dem NRW-Projekt noch an echter Einheit. Ohne enge Zusammenarbeit zwischen Köln und Dortmund droht das Vorhaben zu scheitern.

Die Bewerbung Köln-Rhein-Ruhr hat nun zwar offizielle politische Unterstützung – doch ihre Zukunft bleibt ungewiss. Verkehrliche Aufrüstung, deutlich mehr Finanzmittel und geschlossene Regionalpolitik sind unverzichtbar, um voranzukommen. Sonst könnte Münchens kohärenteres Konzept im deutschen Olympischen Rennen leicht die Nase vorn haben.

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