29 April 2026, 14:33

Kreis Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Kehrtwende

Blauer Plakat mit weißer Schrift und Rahmen mit der Aufschrift "Hohes Kosten von Kinderarbeit", das eine kreisförmige Anordnung von verschiedenen Personen mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken zeigt.

Kreis Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Kehrtwende

Kreis Düren diskutiert Wiedereinführung von Kita-Gebühren nach Jahren kostenloser Betreuung

Seit 2018 zahlen die meisten Eltern im Kreis Düren nichts für die Kinderbetreuung – nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro mussten bisher Beiträge leisten. Nun könnte die Rückkehr zu gestaffelten Gebühren Millionen einbringen und die wachsende Schuldenlast des Kreises verringern.

Heute berät der Kreistag über Pläne, die Gebühren ab August 2026 schrittweise wieder einzuführen. Die Höhe der Kosten soll sich dabei am Einkommen der Eltern und der Betreuungsdauer der Kinder orientieren. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund steigender Verschuldung, die die Verwaltung zum Handeln zwingt.

Die Bezirksregierung Köln hat eine offizielle Stellungnahme zu den Änderungen bis zum 23. Oktober angefordert. Unterdessen übt der Elternbeirat des Jugendamts scharfe Kritik: Die Politik habe Familien getäuscht. Lokale Medien aus Aachen werden die Debatte heute in einer Sendung um 19:30 Uhr live begleiten.

Am 1. November treten ein neu gewählter Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt an – sie werden die finale Entscheidung treffen. Die geplante Kehrtwende bedeutet einen radikalen Bruch mit dem bisherigen System, bei dem nur Spitzenverdiener zur Finanzierung der Kita-Plätze beitrugen.

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Falls der Beschluss fällt, würden die einkommensabhängigen Gebühren ab August 2026 greifen. Der Kreis rechnet mit Mehreinnahmen in Höhe mehrerer Millionen Euro pro Jahr. Nun bleibt abzuwarten, wie der Kreistag entscheidet – und wie die Bezirksregierung darauf reagiert.

Quelle