Lancom Systems: Vom ISDN-Pionier zum europäischen Netzwerk-Spezialisten
Traude KlappLancom Systems: Vom ISDN-Pionier zum europäischen Netzwerk-Spezialisten
Lancom Systems hat sich seit seinen Anfängen in den 1990er-Jahren zu einem der führenden europäischen Anbieter für Netzwerklösungen entwickelt. Offiziell gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2002, wobei die Deutsche Telekom zu den ersten Kunden zählte. Zu den frühen Innovationen zählten Multi-Protokoll-Router mit ISDN-Schnittstellen, die unter der Marke ELSA vertrieben wurden.
In den frühen 2000er-Jahren brachte Lancom Systems WLAN-Produkte mit 54 Mbps auf Basis des IEEE-802.11a-Standards auf den Markt. Bereits 2004 setzte das Unternehmen Maßstäbe mit der Integration von IEEE-802.11i-Sicherheitsfunktionen, LEPS-Nutzerzugriffskontrolle und VoIP-Features in drahtlosen Geräten. Später erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um Router, SD-WAN-Gateways, Wireless-LAN-Lösungen, Netzwerksicherheit, Switches, Cloud-Management und Software-defined Networking.
2012 stieg Stefan Herrlich als Vertriebsgeschäftsführer ein und wurde später Mitgesellschafter. 2018 übernahm die Münchner Rohde & Schwarz Gruppe das Unternehmen. 2025 gab es einen Wechsel in der Führungsetage: Ralf Koenzen zog in den Aufsichtsrat ein und übernahm dort den Vorsitz, während Constantin von Reden und Robert Mallinson die Geschäftsführung übernahmen.
Lancom Systems beschäftigt zwischen 305 und 345 Mitarbeiter und erzielte 2022 einen Jahresumsatz von rund 73,1 Millionen Euro. Das Unternehmen bietet eine europäische Alternative zu amerikanischen und asiatischen Netzwerkanbietern und entwickelt weiterhin fortschrittliche Netzwerk- und Sicherheitslösungen für den Unternehmens- und Industriemarkt.
