Martinsumzüge in Süchteln gerettet: Wie Stadt und Feuerwehr die Tradition sicherten
Lutz KühnertMartinsumzüge in Süchteln gerettet: Wie Stadt und Feuerwehr die Tradition sicherten
Die Martinsumzüge in Süchteln finden wie geplant statt – dank der Unterstützung von Stadt und Feuerwehr. Eine Lösung wurde gefunden, die es den Feuerwehrleuten ermöglicht, an den Prozessionen teilzunehmen, ohne gegen rechtliche Vorgaben zu verstoßen. Bürgermeisterin Sabine Anemüller versicherte den Anwohnern, dass die Traditionen nicht in Gefahr seien.
Das Problem war entstanden, weil die St.-Martins-Vereine strenge Sicherheitsauflagen erfüllen müssen. Dazu gehören ausreichend sichtbare Begleitpersonen in Warnwesten sowie eine angemessene Beleuchtung. Während die Polizei für die allgemeine Sicherheit zuständig ist, trifft das Ordnungsamt die endgültige Entscheidung über die Schutzmaßnahmen.
Die Freiwillige Feuerwehr hatte in der Vergangenheit zwar bei den Umzügen geholfen, doch war diese Tätigkeit nie offiziell Teil ihrer Aufgaben nach dem Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz NRW (BHKG NRW). Zudem schränkten Versicherungsfragen ihr Engagement ein. Nun dürfen die Feuerwehrleute in Uniform mitlaufen – ihre Anwesenheit wird jedoch nicht auf die geforderte Zahl der Begleitpersonen angerechnet.
Stadtvertreter und Feuerwehr erarbeiteten gemeinsam einen Kompromiss, um die örtlichen Bräuche zu bewahren und gleichzeitig die Regeln einzuhalten. Die Verwaltung bot zudem zusätzliche Hilfe an, falls St.-Martins-Gruppen noch ungelöste Herausforderungen haben.
In diesem Jahr nehmen die Feuerwehrleute als Teilnehmer an den Umzügen teil, nicht als offizielle Begleitung. Die Stadt bleibt offen für weitere Unterstützung, sollten bei den Vereinen noch Fragen offen sein. Die Einigung sorgt dafür, dass die Veranstaltungen sicher und rechtlich einwandfrei stattfinden können.






