19 March 2026, 12:32

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrin Julia Zupancic

Metallplatte an einer Gebäudewand mit hebräischer Schrift, wahrscheinlich ein Denkmal für die jüdische Gemeinde.

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrin Julia Zupancic

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers hat eine neue Schirmherrin gewonnen und eine historische Broschüre veröffentlicht. Bürgermeisterin Julia Zupancic unterstützt die Arbeit der Gruppe nun offiziell. Bei einem kürzlichen Treffen wurde zudem die Publikation "Spuren jüdischen Lebens" vorgestellt, die sich mit dem jüdischen Erbe der Stadt auseinandersetzt.

Die Wurzeln der Gesellschaft reichen bis ins Jahr 1986 zurück, als Heinz Kremers für sein Engagement im christlich-jüdischen Dialog mit der ersten Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde. Die Gruppe entwickelte sich im Laufe der Zeit aus lokalen Initiativen, wie der evangelische Vorsitzender Martin Behnisch-Wittig betonte. Später zählte auch Nikolaus Schneider zu den Trägern der Medaille, was den Ruf der Stadt in der interreligiösen Arbeit weiter stärkte.

Die neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" untersucht, was von der jüdischen Vergangenheit Moers' erhalten geblieben ist. Sie beleuchtet die frühe Geschichte der Gemeinde, die ehemalige Synagoge sowie die Deportationen während der NS-Zeit. Die Publikation ist ab sofort für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen der Stadt erhältlich.

Die Einbindung jüngerer Generationen bleibt ein zentrales Anliegen der Gesellschaft. Lehrer Daniel Schirra und der ehemalige Schüler Julian Müller vermitteln zwischen Schulen und den Aktivitäten der Gruppe. Durch diese Kooperationen lernen Schülerinnen und Schüler die jüdische Geschichte Moers' kennen und setzen sich mit der Bedeutung der Bekämpfung von Antisemitismus auseinander.

Bürgermeisterin Zupancic hat ihre Unterstützung zugesagt und die Notwendigkeit betont, dieses Gedächtnis zu bewahren. Die Gesellschaft profitiert zudem von starken überregionalen Netzwerken, die der Stadt Auszeichnungen und Anerkennung eingebracht haben.

Die Veröffentlichung der Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin markieren eine neue Phase für die Gesellschaft. Ihre Arbeit erreicht nun ein breiteres Publikum – von Schulen bis hin zu öffentlichen Einrichtungen. Mit laufenden Projekten setzt sich die Gruppe weiterhin für die Würdigung der jüdischen Geschichte Moers' und den Dialog zwischen den Religionen ein.

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