18 April 2026, 08:29

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Eine Krippe in einer Kirche, die für Weihnachten geschmückt ist und Figuren von Menschen, Tieren, Pflanzen und Lichtern enthält, mit einem Stern oben und einer Wand im Hintergrund.

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Deutschland feiert jedes Jahr am 7. Dezember den Nationalen Krippentag. Das Fest ehrt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt – von der frühen christlichen Kunst bis zu modernen häuslichen Darstellungen. Seine Ursprünge gehen auf Sven Giese zurück, der den "Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt" ins Leben rief.

Die frühesten Darstellungen der Geburt Jesu entstanden bereits in der frühen christlichen Zeit. Diese schlichten Szenen zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verbreiteten sich Krippendarstellungen in italienischen Haushalten.

In Bayern wurden Kirchenkrippen zu Beginn des 17. Jahrhunderts üblich. Mit der Zeit entwickelte sich die Tradition zu immer aufwendigeren Inszenierungen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen zusätzliche Figuren hinzu – etwa Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige.

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Die Säkularisation im Jahr 1802 erzwang einen Wandel: Behörden verbannten Krippenszenen aus den Kirchen, wodurch sie in private Haushalte abwanderten. Dieser Schritt trug maßgeblich dazu bei, den Brauch in Familien zu verankern. Später, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, ermöglichte die Massenproduktion günstige Krippenfiguren für ein breites Publikum.

Heute hängt der Erhalt der filigranen Krippendarstellungen von privaten Sammlern und engagierten Vereinen ab. Ihr Einsatz bewahrt die Tradition für kommende Generationen.

Der Nationale Krippentag lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Praxis, die sich von religiöser Kunst zu einem geliebten Hausbrauchtum entwickelte. Das Fest sichert die Anerkennung für einen Brauch, der seit Hunderten von Jahren besteht. Ohne das Wirken von Sammlern und Enthusiasten wären viele der aufwendigen Darstellungen längst in Vergessenheit geraten.

Quelle