Neuer Energiewende-Bericht zeigt Fortschritte – doch Transparenz fehlt
Lutz KühnertNeuer Energiewende-Bericht zeigt Fortschritte – doch Transparenz fehlt
Neuer Monitoring-Bericht zur Energiewende am 15. September vorgelegt
Am 15. September wurde ein neuer Bericht zur Überwachung der Energiewende von der BET Consulting GmbH und dem Institut der deutschen Wirtschaft für Energie (EWI) an der Universität zu Köln eingereicht. Das unter der Federführung von BET Consulting stehende Konsortium arbeitete unter straffen Zeitvorgaben, um die Studie termingerecht zu erstellen. Die Bundesregierung hatte den Bericht im Rahmen eines bestehenden Rahmenvertrags in Auftrag gegeben, um dringende Anforderungen zu erfüllen.
Den Zuschlag für die Erstellung des Berichts erteilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Es beauftragte das Energiwirtschaftliche Institut (EWI) mit der Analyse zentraler Handlungsfelder der deutschen Energiewende, darunter Strombedarf, Versorgungssicherheit, Netzausbau, Ausbau erneuerbarer Energien, Digitalisierung sowie den Hochlauf der Wasserstoffinfrastruktur.
Aufgrund der knappen Zeit wurde eine Metaanalyse in Auftrag gegeben, um den Prozess zu beschleunigen. Die Leistungsbeschreibung für den Bericht war bereits am 12. Juni an BET Consulting übermittelt worden und legte den Umfang der Arbeiten fest.
Allerdings blieben in der Antwort der Bundesregierung einige Fragen offen. So wurden keine personellen Überschneidungen oder Verbindungen zwischen früheren und aktuellen Auftraggebern der EWI-Berichte und deren Mitarbeitenden offengelegt. Zudem fehlten Angaben zu Kontakten, Treffen oder Absprachen zwischen dem Energiwirtschaftlichen Institut und der damaligen Staatssekretärin bzw. späteren Ministerin Katherina Reiche im Zeitraum von September 2015 bis August 2025.
Der Bericht gilt nun als zentrales Dokument zur Bewertung des Fortschritts der Energiewende in Deutschland. Zwar decken die Ergebnisse wichtige Bereiche wie Versorgungssicherheit und den Ausbau erneuerbarer Energien ab, doch bestehen weiterhin Transparenzlücken bei möglichen Interessenkonflikten. Die Bundesregierung hat die noch offenen Fragen bisher nicht beantwortet.






