NRW setzt auf Wasserstoff-Importe bis 2045 – doch die Herausforderungen sind gigantisch
Traude KlappNRW setzt auf Wasserstoff-Importe bis 2045 – doch die Herausforderungen sind gigantisch
Nordrhein-Westfalen rechnet bis 2045 mit stark steigender Nachfrage nach klimaneutralem Wasserstoff
Eine neue Studie des Netzwerks IN4climate.NRW unterstreicht, dass die Region Importrouten benötigen wird, um den wachsenden Bedarf zu decken. Die lokale Produktion allein wird nicht ausreichen, um den Anforderungen des Landes gerecht zu werden.
Vor allem die energieintensiven Industrien, der Mittelstand und der Energiesektor werden den steigenden Wasserstoffbedarf vorantreiben. Zwar können der Ausbau der regionalen Erzeugung und erneuerbarer Energien einen Teil der Nachfrage abdecken – der Großteil muss jedoch aus externen Quellen stammen.
Als effizienteste Lösung gelten Pipeline-Importe aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien. Auch schiffbasierte Lieferungen aus globalen Produktionszentren könnten die Versorgungsoptionen erweitern. Grüner Ammoniak bietet kurzfristig eine Alternative zu direkten Wasserstoffimporten.
Laut dem Bericht sind die Kosten der verschiedenen Importwege in etwa vergleichbar. Diese Flexibilität ermöglicht es Nordrhein-Westfalen, mehrere Strategien zu verfolgen, um die Wasserstoffversorgung langfristig zu sichern.
Die Region wird auf eine Kombination aus Pipeline-, Schiffs- und alternativen Importen setzen müssen, um den Bedarf zu decken. Zwar trägt der Ausbau der lokalen Produktion dazu bei, die Abhängigkeit von externen Lieferungen jedoch nicht vollständig aufheben. Die Studie liefert eine Roadmap für eine stabile und klimaneutrale Wasserstoffzukunft Nordrhein-Westfalens.
