24 May 2026, 08:27

Rossinis Die Reise nach Reims glänzt mit Bartoli und spektakulärer Inszenierung

"Il viaggio a Reims" in Salzburg: Eine komplett übertriebene, aufgewühlte Revue

Rossinis Die Reise nach Reims glänzt mit Bartoli und spektakulärer Inszenierung

Eine seltene Inszenierung von Rossinis Die Reise nach Reims begeisterte das Publikum mit Energie und Prunk

Die 1825 für die Krönung König Karls X. geschriebene Opera buffa wurde von Cecilia Bartoli und dem auf historische Instrumente spezialisierten Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco unter der Leitung von Gianluca Capuano zum Leben erweckt. Die Aufführung vereinte gesangliche Brillanz mit theatralischem Esprit und erhielt am Ende stehende Ovationen.

Die Handlung spielt in einem üppig gestalteten Hotel, der Goldenen Lilie, wo sich Gäste aus der High Society in der französischen Provinz versammeln. Rufus Didwiszus entwarf das Bühnenbild mit einem prächtigen Foyer, einem gewundenen Flur und einem opulenten Speisesaal. Victoria Behrs extravagante Fantasie-Kostüme steuerten zusätzlich zur visuellen Pracht bei und unterstrichen den spielerischen Ton der Oper.

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Cecilia Bartoli glänzte in der Rolle der Corinna mit atemberaubender Koloratur-Beherrschung – ihre kristallklare Stimme meisterte mühelos Rossinis anspruchsvolle Partitur. Auch körperlich war die Produktion eine Herausforderung: Alle 14 Sänger zeigten während der Arien akrobatische Einlagen. Zu den Höhepunkten zählte das Abfeuern von Pistolen auf der Bühne sowie das dramatische Inbrandsetzen einer Harfe, was die spektakuläre Wirkung noch steigerte.

Les Musiciens du Prince-Monaco, dirigiert von Capuano, lieferten ein lebendiges und präzises musikalisches Fundament. Die historischen Instrumente des Ensembles brachten Rossinis funkelnden Witz besonders zur Geltung und sorgten dafür, dass die Aufführung ebenso vibrierend wie technisch beeindruckend blieb.

Die Mischung aus gesanglicher Virtuosität, gewagter Bühnengestaltung und Rossinis sprudelnder Musik hinterließ einen bleibenden Eindruck. Das Publikum honorierte dies mit stehenden Ovationen – eine Würdigung für die Ausdauer des Ensembles und die seltene Wiederbelebung dieses Werks. Der Abend bestätigte Die Reise nach Reims als ein funkelndes, wenn auch anspruchsvolles Juwel im operativen Repertoire.

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