Rossmann stoppt Logistikzentrum in Lünen – 1.400 Jobs geplatzt
Rossmann zieht Pläne für Logistikzentrum in Lünen zurück
Der Drogeriemarktkette Rossmann hat seine Pläne zum Bau eines Logistikzentrums auf dem ehemaligen Steag-Industriegelände in Lünen zurückgezogen. Das Projekt hätte 1.400 Arbeitsplätze geschaffen. Stadtvertreter zeigten sich enttäuscht, bleiben aber entschlossen, das Gelände weiterzuentwickeln.
Ursprünglich hatte das Unternehmen den Standort für ein Logistikdrehkreuz ins Auge gefasst. Politische Diskussionen über die Investition hinterließen bei Rossmann jedoch einen negativen Eindruck – trotz Lob für die Professionalität und Zusammenarbeit der Stadtverwaltung.
Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg bedauerte die Entscheidung. Sie betonte, dass politische Debatten und unterschiedliche Standpunkte in einer Demokratie normal seien. Die Stadt strebe weiterhin an, das Gelände zu entwickeln, um Gewerbesteuereinnahmen, Kaufkraft und Arbeitsplatzsicherheit zu stärken.
Der technische Beigeordnete Arnold Reeker wies darauf hin, dass die nächsten Schritte sorgfältig geplant werden müssten. Die Stadt beabsichtigt, das Bebauungsplanverfahren bis Ende 2026 oder Anfang 2027 abzuschließen.
Der Rückzug bedeutet den Verlust einer wichtigen wirtschaftlichen Chance für Lünen. Dennoch wird die Stadt die Erschließung des Steag-Geländes vorantreiben. Die Verantwortlichen bleiben darauf fokussiert, künftige Investitionen in die Region zu lenken.
