RWE baut riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebaugelände Garzweiler
RWE plant Bau von Solarparks mit 86,5 Megawatt Leistung auf ehemaligem Tagebaugelände in Garzweiler
Der Energiekonzern RWE hat Pläne vorgestellt, auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus Garzweiler im rheinischen Revier Solarparks mit einer Gesamtleistung von 86,5 Megawatt zu errichten. Die Anlagen sollen an die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus angebunden werden, um Strom schnell einspeisen zu können. Laut Unternehmensangaben bietet das Gebiet ausreichend Fläche für den Ausbau der Solarenergie.
Die neuen Solarparks entstehen östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Lars Kulik, Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Braunkohlebergbau, betonte, dass das ehemalige Abbaugebiet ideale Bedingungen für großflächige Solaranlagen biete.
RWE hat in der Region bereits mehrere Solarprojekte realisiert, darunter eine Demonstrationsanlage für Agri-Photovoltaik und sieben Solarparks, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Nun will das Unternehmen sein Portfolio an erneuerbaren Energien weiter ausbauen.
Katja Wünschel, Geschäftsführerin von RWE Renewables Europe & Australia, hob die Vorteile von Standorten in Autobahnnähe hervor. Solche Flächen erhielten oft schneller Genehmigungen und stießen auf größere öffentliche Akzeptanz, erklärte sie. RWE plant, im Rheinischen Revier mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkraftkapazitäten zu entwickeln – mit Fokus auf Gebiete in der Nähe von Autobahnen.
In der ersten Projektphase werden 86,5 Megawatt Solarstrom ins Netz eingespeist. Langfristig sieht RWE weitere Projekte für erneuerbare Energien in der Region vor. Die Nutzung ehemaliger Tagebauflächen und bestehender Infrastruktur soll die Umsetzung beschleunigen.
