19 June 2026, 04:18

Sabotagewelle 2025: Wie Angriffe die deutsche Verkehrsinfrastruktur lahmlegten

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle 2025: Wie Angriffe die deutsche Verkehrsinfrastruktur lahmlegten

Anschläge auf deutsche Verkehrsinfrastruktur nahmen 2025 drastisch zu

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Im Jahr 2025 stiegen gezielte Angriffe auf die deutsche Transportinfrastruktur stark an. Die Behörden verzeichneten 93 Straftaten, die als vorsätzliche Sabotage eingestuft wurden – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Die Vorfälle führten zu erheblichen Behinderungen im Schienenverkehr und lösten Besorgnis über die Sicherheit auf wichtigen Strecken aus.

Der erste schwere Zwischenfall ereignete sich am 12. Januar 2025 in der Nähe von Essen. Ein Güterzug entgleiste, nachdem eine Metallklemme auf den Schienen platziert worden war. Die Ermittler gingen von Sabotage aus, da die Tat möglicherweise einen für dieselbe Strecke geplanten US-Militärkonvoi zum Ziel hatte. Die Behörden prüften verschiedene Motive, darunter die Beteiligung ausländischer Staaten oder linksextremistische Hintergründe.

Nur wenige Wochen später legte ein Brand in einem Berliner Kabelkanal den Regionalverkehr lahm. Eine linksextremistische Gruppe bekannte sich zu dem Anschlag im Bezirk Wuhlheide. Ende Juli führten zwei weitere Kabelbrände zwischen Duisburg und Düsseldorf zu flächendeckenden Sperrungen – auch hier vermuteten die Behörden Brandstiftung.

In den Monaten August und September häuften sich die Vorfälle. Nahe dem Bahnhof Coburg durchtrennten Saboteure Kabel, die Weichen und Signale steuerten. Bei Leverkusen wurden durch unbekannte Täter mehrere Bahnkabel gekappt, wodurch ein Stellwerk außer Betrieb gesetzt wurde.

Insgesamt nahm die Zahl politisch motivierter Straftaten 2025 deutlich zu. Zwölf Fälle ordneten die Behörden der neuen Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ zu. Die größte Gruppe mit 37 Fällen wurde unter „sonstige Zuordnung“ erfasst, gefolgt von 18 mutmaßlich linksextremistischen, 16 religiös motivierten, 12 ausländischen und 10 rechtsextremistischen Taten.

Angesichts der steigenden Sabotagefälle sahen sich die Behörden gezwungen, Überwachung und Ermittlungen zu verstärken. Der Schienenverkehr litt unter wiederholten Verspätungen und Ausfällen. Die Entwicklung zeigt, wie stark die Sicherheitsherausforderungen für das deutsche Verkehrsnetz gewachsen sind.

Quelle