18 March 2026, 00:37

Solingen diskutiert drastischen Kirchenrückbau bis 2035 – nur noch die Hälfte bleibt

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Kirche in einer Stadt, umgeben von Gebäuden, Straßenlaternen, Straßenlaternen, Kraftfahrzeugen, Fußgängern, Geländern, Strommasten, Stromkabeln und einem klaren Himmel.

Solingen diskutiert drastischen Kirchenrückbau bis 2035 – nur noch die Hälfte bleibt

Solingens Kirchen und Gemeinschaftszentren stehen vor tiefgreifenden Veränderungen – bis 2035 sollen nur noch die Hälfte der aktuellen Standorte erhalten bleiben. Eine Arbeitsgruppe präsentierte am 11. Februar 2026 erste Empfehlungen, die vorsehen, dass langfristig nur noch etwa die Hälfte der derzeit 13 Kirchengebäude und 9 Gemeinschaftsräume der Evangelischen Kirche in Solingen offen bleiben. Die Pläne stoßen bereits jetzt auf großes Interesse; Anwohner:innen und lokale Verantwortungsträger verfolgen die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit.

Aktuell betreut die Evangelische Kirche Solingen 13 aktive Kirchen und 9 Gemeinschaftszentren – doch viele von ihnen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Den vorläufigen Vorschlägen zufolge sollen die Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Dorper Kirche und die Gräfrather Kirche langfristig erhalten bleiben. Andere Standorte wie Merscheid und Widdert könnten hingegen nach 2035 geschlossen werden.

Das Thema bewegt die Stadt: Eine Informationsveranstaltung des Evangelischen Kirchenkreises Solingen verzeichnete hohen Zuspruch – ein Zeichen dafür, wie sehr den Bürger:innen die Zukunft dieser Orte am Herzen liegt. Die Arbeitsgruppe, die als Schnittstelle zwischen Kirche und Kommunalpolitik fungiert, traf sich erstmals mit breiter Beteiligung von Vertreter:innen beider Konfessionen, also evangelischer und katholischer Seite.

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Auch die SPD-Fraktion Solingen mischt sich aktiv in die Debatte ein. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Florian Pinnow betonte die Bedeutung dieser Räume für Nachbarschaften, soziale Dienstleistungen und kulturelle Aktivitäten. Die SPD hat eigens eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Gemeinden zu unterstützen und Fragen wie Baurecht oder die Auswirkungen auf soziale Netze zu klären. Die Partei kündigte an, den Prozess weiterhin eng begleiten zu wollen.

Die SPD geht davon aus, dass die Zukunft dieser Gebäude ein zentrales Thema für das städtische Leben in Solingen bleiben wird. Besonders im Fokus stehen dabei Bauvorschriften und die Folgen für lokale Angebote. Mit den nun vorliegenden Vorschlägen der Arbeitsgruppe werden die Gespräche zwischen Kirche, Politik und Bürger:innen in den kommenden Monaten weitergeführt.

AKTUALISIERUNG

Synode billigt 2035-Kirche-Umbauplan

Die Synode hat Pläne abgeschlossen, um die Anzahl der Kirchenstandorte in Solingen bis 2035 um die Hälfte zu reduzieren. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Klimaneutrale Renovierungen für alle verbleibenden Gebäude.
  • Barrierefreie Zugangserneuerungen werden in zukünftigen Projekten priorisiert.
  • Jugendräume werden an mindestens einer Stelle hinzugefügt.