Solingen fordert volle Finanzierung der Rettungsdienste für bessere Notfallversorgung
Traude KlappSolingen fordert volle Finanzierung der Rettungsdienste für bessere Notfallversorgung
Die Stadt Solingen hat sich zur Zukunft der Notfallversorgung in Deutschland geäußert. Sie begrüßt die geplanten Bundesreformen, fordert jedoch eine vollständige Finanzierung aller Rettungsdienste. Die Verantwortlichen betonen, wie wichtig es ist, für die Bürgerinnen und Bürger eine schnelle, zuverlässige und hochwertige Versorgung zu gewährleisten.
Solingen kritisiert, dass das aktuelle Finanzierungssystem der Notfallmedizin veraltet sei. Das bestehende Modell entspreche nicht mehr den Anforderungen einer modernen Notfallversorgung, heißt es. Gleichzeitig weist die Stadt Vorwürfe zurück, die Kommunen seien für die steigenden Kosten im Bereich verantwortlich.
Für das Jahr 2026 wurde zwar ein vorläufiger Kompromiss zur Finanzierung der Notfallversorgung ausgehandelt, an dem kommunale Spitzenverbände und gesetzliche Krankenkassen beteiligt sind. Doch diese Lösung sei keine dauerhafte Regelung, so Solingen. Die Stadt warnt davor, die geplante Phase der Qualitätsprüfung in eine reine Sparübung umzumünzen.
Gefordert wird ein fairer Ausgleich zwischen Verantwortung, Qualitätsstandards und finanzieller Unterstützung. Zudem lehnt Solingen die Praxis ab, Notrufe ohne Patiententransport pauschal als „Fehlalarme“ zu klassifizieren.
Die Debatte um die Finanzierung der Rettungsdienste geht weiter. Solingen besteht darauf, dass die Kommunen die finanziellen Lasten nicht allein tragen dürfen. Das Ziel bleibe, eine stabile und hochwertige Notfallversorgung für alle Bürger langfristig zu sichern.
