28 June 2026, 02:24

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch es fehlt der Masterplan

Former SPD-Landtagsabgeordneter Ernst Martin Walsken präsentiert Konzept für Solingens Innenstadt

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch es fehlt der Masterplan

Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein Mangel an attraktiven Einkaufsmöglichkeiten und kaum Orte zum Essen oder Verweilen haben das Viertel in eine schwierige Lage gebracht. Die wirtschaftlichen und sozialen Probleme haben sich über die Jahre verschärft – eine klare Lösung ist noch nicht in Sicht.

Der Niedergang der Solinger Innenstadt vollzog sich nicht über Nacht. Über viele Jahre hinweg spielten Faktoren eine Rolle, die außerhalb des Einflussbereichs der Stadt lagen: die Verlagerung wichtiger Dienstleistungen in größere Städte, der Abbau industrieller Arbeitsplätze ins Ausland sowie das Wachstum von Discountern und dem Online-Handel.

Lokale Verantwortliche haben mit Einzelprojekten und Fachstrategien versucht, die Innenstadt wiederzubeleben. Doch diese Bemühungen blieben oft unkoordiniert. Walsken betont, dass ein umfassendes Gesamtkonzept nötig sei, das die Innenstadt und ihr Umfeld als Ganzes betrachtet. Ein solches Konzept müsste Städtebau, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und die Entwicklung der Gemeinschaft umfassen.

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Walsken hebt zudem die Bedeutung finanzieller Flexibilität für die Stadt hervor. Statt verstreuter Initiativen sollten die Mittel auf eine ganzheitliche Entwicklung konzentriert werden. Konkrete Maßnahmen werden vorgeschlagen, etwa bessere Vernetzung zwischen der Glasernen Werkstatt und lokalen Start-ups, mehr Studentenwohnheimplätze sowie dezentrale Gesundheitsversorgung. Beratungsangebote zur Digitalisierung könnten Unternehmen zudem helfen, sich anzupassen.

Die Ansiedlung einer modernen, mobilen und gut bezahlten Belegschaft gilt als entscheidend. Ohne sie werde die Wiederbelebung der Innenstadt schwer möglich sein, warnt Walsken. Die Umsetzung eines solchen Plans werde Jahre dauern – daher müsse man jetzt handeln.

Ein ganzheitlicher Ansatz wird mittlerweile als einziger Weg nach vorne gesehen. Der Plan dürfe sich nicht auf die Innenstadt beschränken, sondern müsse auch Gebiete wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, den Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel einbeziehen. Der Erfolg hänge davon ab, Kernbereich und umliegende Stadtteile gemeinsam zu stärken.

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