Stefan Raabs TV-Comeback enttäuscht RTL mit schwachen Quoten und hohen Kosten
Lutz KühnertStefan Raabs TV-Comeback enttäuscht RTL mit schwachen Quoten und hohen Kosten
Stefan Raabs Rückkehr ins Fernsehen bringt RTL gemischte Erfolge
Die Rückkehr von Stefan Raab ins Fernsehen hat für RTL unterschiedliche Ergebnisse gebracht. Seine erste Show „Hier gewinnst du keine Million“ lockte zunächst neue Abonnenten an, verzeichnete später jedoch sinkende Einschaltquoten. Der Sender stellte die Sendung schließlich ein und begründete dies mit schwachen Quoten, insbesondere bei jüngeren Zuschauern.
Raabs Comeback sollte eigentlich den Streamingdienst RTL als zentrales Element der Unternehmensstrategie stärken. Inga Leschek, Chief Content Officer von RTL Deutschland, hatte prognostiziert, dass seine Rückkehr neue Abonnenten gewinnen würde. Die erste Show „Hier gewinnst du keine Million“ sorgte zwar anfangs für Zuwächse, doch das hybride Format erwies sich als schwer vermarktbar. Leschek kritisierte später die Struktur der Sendung und bezeichnete sie als „schwer verkäuflich“.
Aufgrund rückläufiger Zuschauerzahlen verlegte RTL die Show zunächst ins lineare Fernsehen, bevor sie komplett abgesetzt wurde. Auch Raabs zweite Sendung „Die Stefan Raab Show“ konnte nicht an die Reichweite seiner früheren Formate anknüpfen. Gleichzeitig läuft der Vertrag zwischen RTL und Raab noch fast drei Jahre – mit einem garantierten Produktionsvolumen von mindestens 90 Millionen Euro für seine Firma.
Intern wächst die Unzufriedenheit über die hohen Kosten seiner Formate. Ein RTL-Mitarbeiter bestätigte, dass es unter den Beschäftigten Kritik gebe, verbunden mit dem Druck, die Ausgaben zu senken. Der YouTuber Klengan behauptete, schwache Werbeeinnahmen durch Raabs Shows hätten zu Entlassungen oder nicht verlängerten Verträgen beim Sender geführt.
Die Zusammenarbeit zwischen RTL und Stefan Raab sollte eigentlich Abonnenten für RTL gewinnen. Doch niedrige Quoten und hohe Kosten stellen den Sender nun vor Herausforderungen. Das Unternehmen muss nun entscheiden, wie es die bestehende Vertragspartnerschaft mit Raab in Zukunft gestalten will.






