Stillgelegte Bahnstrecke im Münsterland könnte bald wieder Fahrgäste befördern
Reza HendriksStillgelegte Bahnstrecke im Münsterland könnte bald wieder Fahrgäste befördern
Pläne zur Reaktivierung einer stillgelegten Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen gewinnen neuen Schwung. Verkehrsplaner halten die Strecke nach Münster nun für finanziell machbar – dank niedrigerer als erwarteter Kosten und optimistischerer Fahrgastprognosen. Befürworter drängen auf zügige Umsetzung, um ländliche Gemeinden besser anzubinden und Emissionen zu senken.
Das Vorhaben sieht die Wiederinbetriebnahme der Verbindung zwischen Bocholt, Borken, Coesfeld und Münster vor. Frühere Studien gingen von etwa 7.000 Fahrgästen täglich aus, doch aktuelle Berechnungen verbessern die wirtschaftliche Perspektive. Unterstützer betonen, die Strecke würde den ÖPNV im ländlichen Raum stärken und die Abhängigkeit vom Auto verringern.
Geplant ist eine Teil-Elektrifizierung; wahrscheinlich werden batteriebetriebene Züge zum Einsatz kommen. Diese könnten häufiger und schneller verkehren als bisher angenommen. Zudem könnte die Strecke die Anbindung an das Ruhrgebiet und andere wichtige Knotenpunkte verbessern.
Die Befürworter fordern den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) nun auf, die Planung zu beschleunigen. Sie verweisen auf ökologische Vorteile und das Potenzial für bessere regionale Vernetzung. Bei Genehmigung würde die reaktivierte Strecke schnelle, umweltfreundlichere Verbindungen im Münsterland bieten. Die günstigeren Kostenschätzungen und die Batteriezug-Technologie könnten das Projekt für Fördergeber attraktiver machen. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von weiteren Wirtschaftlichkeitsprüfungen und politischer Unterstützung ab.






