Streik im Bielefelder Nahverkehr: Eltern ringen um Schulwege ihrer Kinder
Lutz KühnertStreik im Bielefelder Nahverkehr: Eltern ringen um Schulwege ihrer Kinder
Erneuter Streik im Bielefelder Nahverkehr: Eltern kämpfen mit Schulweg ihrer Kinder
Am Freitag werden die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Bielefeld erneut die Arbeit niederlegen – für viele Familien bedeutet das erneut Stress, um ihre Kinder zur Schule zu bringen. Der städtische Verkehrsbetrieb MoBiel bestätigte, dass die Schulbusse wie gewohnt fahren, der reguläre Linienverkehr jedoch weiterhin ausfällt. Trotz der Einschränkungen bleibt die Schulpflicht für alle Schülerinnen und Schüler bestehen.
Der Streik setzt besonders Eltern unter Druck, die kein Auto besitzen oder starre Arbeitszeiten haben. An der Gesamtschule Rosenhöhe sind einige Familien zusätzlich belastet, darunter Alleinerziehende und Haushalte, in denen beide Elternteile in Vollzeit arbeiten. Zwar blieben die Fehlzeiten bei früheren Streiks meist gering, doch die Sorgen über die aktuellen Ausfälle sind groß.
Als Lösung für ältere Schüler wurde zeitweise Distanzunterricht vorgeschlagen, doch das Bildungsministerium des Landes lehnte den Vorschlag ab. Die Behörden bestanden darauf, dass der Präsenzunterricht auch bei eingeschränktem Verkehrsangebot aufrechterhalten werden muss. Schulleiter Sven Pachur unterstützt diese Haltung und betont, wie wichtig der direkte Unterricht in den Klassenräumen sei.
Eltern kritisieren die Entscheidung scharf und verweisen darauf, dass der Distanzunterricht während der Pandemie gut funktioniert habe. In Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahren keine Schule offiziell auf Homeschooling als Alternative gedrängt. Berufstätige Eltern sehen sich nun gezwungen, Schichten zu tauschen oder Urlaub zu nehmen, um die Schulpflicht ihrer Kinder zu gewährleisten.
Da es keine alternativen Regelungen gibt, müssen die Familien selbst Lösungen finden, um ihre Kinder zum Unterricht zu bringen. Die Schulbusse von MoBiel fahren zwar, doch der normale Linienbetrieb bleibt eingestellt. Der Streik zeigt einmal mehr die anhaltenden Spannungen zwischen Verkehrsausfällen, schulischen Vorgaben und den alltäglichen Herausforderungen von Eltern.






