"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen auf der Bühne
Reza Hendriks"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen auf der Bühne
„The Wheelie Show“ – Ein neues Tanzstück feiert Premiere mit einer frischen Perspektive auf Bewegung und Tempo
Ein neues inklusives Tanzprojekt, „The Wheelie Show“, hat mit einer innovativen Auseinandersetzung mit Bewegung und Geschwindigkeit Premiere gefeiert. Die Produktion verbindet Rollschuhe und Rollstühle und bringt Tänzer:innen mit und ohne Behinderung zusammen. Noch bevor der Vorhang sich hebt, hört das Publikum persönliche Reflexionen über das unerbittliche Tempo des modernen Lebens – und die Notwendigkeit, innezuhalten.
Die Idee zur Show entstand aus einem Tanzkurs namens „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Der Kurs fand auf einer Rollschuhbahn im Hamburger „Planten un Blomen“-Park statt und bildete die Grundlage für einen sechsmonatigen Probenprozess. Die Tänzer:innen gestalteten die Aufführung durch Experimentierfreude, indem sie Ideen austauschten und Bewegungsabläufe erprobten.
Auf der Bühne gleiten drei der sechs Performenden auf Rollschuhen dahin, während die anderen sich in Rollstühlen bewegen. Die Inszenierung spielt mit sportlichen Bildern: Die Rollschuhe imitieren Eishockey-Bewegungen, Pompons verwandeln sich in Boxhandschuhe. Die Kostüme lassen sich von Radrennen, Motocross und der Formel 1 inspirieren und unterstreichen so das Thema Geschwindigkeit.
Das Stück präsentiert Duette und einfallsreiche Hebefiguren, darunter Momente, in denen Rollschuhfahrer:innen auf Rollstühlen balancieren. Tempo wird dabei sowohl körperlich als auch metaphorisch erkundet – als Kontrast zwischen dem hektischen Alltag und den bedachten, kontrollierten Bewegungen der Tänzer:innen.
Das Ergebnis ist eine mitreißende Performance, die herkömmliche Vorstellungen von Bewegung und Fähigkeit herausfordert. Indem „The Wheelie Show“ Rollstühle und Rollschuhe vereint, schafft sie einen Raum, in dem Geschwindigkeit und Stille nebeneinander existieren. Das Publikum verlässt den Saal mit einem visuellen und emotionalen Erlebnis, das noch lange nach dem letzten Applaus nachwirkt.






