Uli Hoeneß polarisiert mit harter Kritik an veganer Ernährung und Veganern
Lutz KühnertUli Hoeneß polarisiert mit harter Kritik an veganer Ernährung und Veganern
Ex-FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß löst mit veganfeindlichen Äußerungen Debatte aus
Der ehemalige FC-Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit scharfer Kritik an veganer Ernährung für Aufsehen gesorgt. Er bezeichnete vegane Lebensweisen als gesundheitsschädlich und nannte Veganer "militant". Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren weiterhin fest in der Fleischproduktion verankert ist. Unterdessen lud die Tierrechtsorganisation PETA Hoeneß ein, stattdessen eine pflanzenbasierte Ernährung auszuprobieren.
In einem aktuellen Interview behauptete Hoeneß, vegane Ernährung führe langfristig zu gesundheitlichen Problemen. Zudem warf er Veganern vor, ihre Überzeugungen zu aggressiv zu vertreten. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu medizinischen Studien, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herzerkrankungen und Diabetes in Verbindung bringen – Krankheiten, unter denen Hoeneß selbst leidet, darunter Bluthochdruck und frühere Herzprobleme.
Das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren wird mittlerweile von seinen Kindern geführt. Florian Hoeneß verfügt über die alleinige Prokura, während Sabine Hoeneß als persönlich haftende Gesellschafterin fungiert. Die Ausrichtung des Unternehmens auf Fleischwaren deckt sich mit Hoeneß' öffentlicher Ablehnung pflanzlicher Ernährung.
PETA Deutschlands stellvertretender Vorsitzender, Harald Ullmann, äußerte die Hoffnung, Hoeneß möge seine Haltung überdenken. Die Organisation lud ihn ein, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen, das einen schrittweisen Umstieg auf vegane Ernährung fördert. Nicht zum ersten Mal gerät Fleisch in die Kritik: Bereits 2014 hatte Rügenwalder Mühle-Chef Christian Rauffus Wurst mit der "Zigarette der Zukunft" verglichen – wegen der gesundheitlichen Risiken.
Hoeneß' Aussagen spiegeln den anhaltenden Konflikt zwischen traditioneller Fleischindustrie und der wachsenden veganen Bewegung wider. Während sein Familienbetrieb weiterhin Wurstwaren produziert, drängen Gesundheitsstudien und Tierrechtsorganisationen auf einen Ernährungswandel. PETAs Einladung steht weiterhin – doch Hoeneß zeigt keine Anzeichen, seine Position zu überdenken.






