Weiße Markierungen stoppen Motorradunfälle – jetzt kommt der flächendeckende Test
Anto StumpfWeiße Markierungen stoppen Motorradunfälle – jetzt kommt der flächendeckende Test
Weiße elliptische Straßenmarkierungen erweisen sich als wirksam, um Motorradunfälle auf gefährlichen Kurven zu reduzieren. Ein Test in Deutschland zeigte, dass es an einer Versuchsstelle über drei Jahre hinweg keine schweren Unfälle gab. Nun planen die Behörden, die Markierungen auf weitere risikoreiche Straßen auszuweiten.
Die erste deutsche Erprobung fand auf der Panoramastraße (L218) zwischen Vossenack und Schmidt statt. Seit die Markierungen angebracht wurden, gab es dort in drei Jahren keine schweren Unfälle mehr. Das Design hilft Fahrern, Kurven sicherer zu durchfahren, indem es die Geschwindigkeit reduziert und sie auf der richtigen Spur hält.
Österreich führte ähnliche Markierungen 2016 an acht Unfallschwerpunkten ein. Die Daten zeigten einen Rückgang der Unfälle mit Verletzten um 42 Prozent an diesen Stellen. Werden auch die Unfälle des Jahres berücksichtigt, in dem die Markierungen installiert wurden, steigt die Reduzierung auf etwa 56 Prozent.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat nun Pläne bekannt gegeben, das Projekt auszuweiten. Zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen sollen bald die schützenden Markierungen erhalten.
Die Ausweitung folgt klaren Erfolgsbelegen der Markierungen sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Die Behörden zielen darauf ab, Motorradunfälle weiter zu verringern, indem sie sich auf besonders gefährliche Straßenabschnitte konzentrieren. Bisher liegen keine Details vor, welche zusätzlichen Straßen oder Regionen das System bis Ende 2024 übernehmen werden.






