22 March 2026, 08:29

Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und Transparenz

Kindersicherheitspark mit Metallzaun, zwei blauen Informationsschildern, einem kleinen Haus, Pflanzen, Bäumen und einer bewölkten Himmel.

Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und Transparenz

Zwei geplante Kitas in Willich fallen Budgetkürzungen und sinkenden Anmeldezahlen zum Opfer

Aufgrund von Haushaltskürzungen und rückläufigen Anmeldezahlen wurden in Willich zwei geplante Kindertageseinrichtungen gestrichen. Die Entscheidung sorgt bei Familien für Frust – besonders vor dem Hintergrund der anstehenden Verlegung der Kita Alperof. Als Reaktion darauf fordert eine neue Kampagne mehr lokale Betreuungsangebote, um Eltern zu entlasten und den Zugang zu frühkindlicher Bildung zu verbessern.

Der Stadtrat hatte kürzlich den Bau zweier neuer Kitas abgesagt, nachdem finanzielle Engpässe und sinkende Anmeldungen geprüft worden waren. Öffentliche Daten zu den genauen Anmeldeentwicklungen in den nördlichen und nordöstlichen Stadtteilen Willichs der vergangenen fünf Jahre fehlen jedoch – einige Fragen bleiben damit unbeantwortet. Einziges verbleibendes kommunales Projekt ist das generationenübergreifende Zentrum in Reinershof, in dem die Kita Alperof künftig untergebracht werden soll. Doch die Beteiligung eines externen Investors wirft Fragen zur langfristigen Finanzierung und zur Rolle der Stadt auf.

Eltern und der Förderverein der Kita Alperof haben wiederholt versucht, mit Bürgermeister Pakusch ins Gespräch zu kommen. Offene Briefe zur Verlegung blieben unbeantwortet, weshalb sie den Bürgermeister nun zu direkten Gesprächen eingeladen haben. Ihr Ziel: nachhaltige Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Familien gerecht werden.

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Parallel dazu hat die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" Fahrt aufgenommen, um die Vorteile von wohnortnaher Kinderbetreuung zu betonen. Die Initiator:innen argumentieren, dass lokale Einrichtungen den Stress für Eltern verringern, die Planbarkeit erhöhen und mehr Zeit für das Familienleben schaffen. Zudem unterstreicht die Kampagne die Bedeutung eines gleichberechtigten Zugangs zu frühkindlicher Bildung für alle Kinder in Willich.

Mit zwei gestrichenen Kita-Projekten stehen betroffene Familien nun vor Unsicherheiten bei der künftigen Betreuung. Das Zentrum in Reinershof bleibt die einzige Neubau-Option – doch das Finanzierungskonzept ist weiterhin unklar. Unterdessen drängen Eltern weiter auf einen Dialog mit dem Bürgermeister in der Hoffnung auf klarere Pläne und mehr Unterstützung.

Quelle