1.500 Kölnern protestieren gegen Merz' umstrittene Migrationsaussagen
Traude Klapp1.500 Kölnern protestieren gegen Merz' umstrittene Migrationsaussagen
Rund 1.500 Menschen versammelten sich am Sonntag, dem 2. November 2025, in Köln, um gegen jüngste Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu Migration und städtischen Problemen zu protestieren. Die Demonstration fand im Rahmen einer zunehmend hitzigen Debatte über das städtische Bild Deutschlands statt, die durch Merz' Aussagen im Oktober über Abschiebungen und ein von ihm genanntes "Problem in der städtischen Landschaft" ausgelöst worden war.
Die Kundgebung wurde von einem Bündnis verschiedener Gruppen organisiert, darunter Seebrücke Köln, Fridays for Future Köln und Medical Solidarity International. Offiziell für 500 Teilnehmer angemeldet, schätzte die Polizei die tatsächliche Zahl der Demonstranten später auf das Dreifache. Ein Protestierender hielt ein Schild mit der Aufschrift: "Merz tut mir weh."
Redner bei der Veranstaltung forderten stärkere Asylrechte, den Ausbau von Rettungseinsätzen für Migranten im Mittelmeer sowie bezahlbaren Wohnraum. Zudem verlangten sie Gerechtigkeit für Palästina und riefen zum Widerstand gegen die rechtsextreme AfD auf. Die Demonstration spiegelte eine breitere Besorgnis über Merz' Rhetorik wider, die Kritiker mit dem wachsenden Zuspruch für die AfD und der Debatte über Rassismus in der politischen Sprache in Verbindung bringen.
Merz hatte in seinen ursprünglichen Aussagen im Oktober nicht präzisiert, was er unter dem "Problem in der städtischen Landschaft" verstand. Diese Unklarheit führte zu weitreichenden Diskussionen, wobei viele seine Worte als Angriff auf Migrantengemeinden und Kriminalität interpretierten. Ähnliche Proteste fanden in der vergangenen Woche auch in anderen deutschen Städten statt.
Die Demonstration unterstrich die Forderungen nach einer inklusiveren Gesellschaft, in der Migration als Realität akzeptiert und der Asylschutz gestärkt wird. Da Merz' Äußerungen weiterhin für Kontroversen sorgen, sind in den kommenden Wochen weitere öffentliche Reaktionen zu erwarten.






