1N Telecom: Wie Verbraucher mit täuschenden Verträgen und Forderungen überrumpelt werden
Anto Stumpf1N Telecom: Wie Verbraucher mit täuschenden Verträgen und Forderungen überrumpelt werden
Verbraucher in ganz Deutschland von irreführenden Verträgen und aggressiven Forderungen der 1N Telecom betroffen
Kunden in Deutschland wurden von der 1N Telecom mit täuschenden Verträgen und forschen Zahlungsforderungen konfrontiert. Viele unterschrieben Dokumente in dem Glauben, sie würden lediglich ihre bestehenden Verträge verlängern – doch stattdessen wurden ihre ursprünglichen Leistungen gekündigt und durch unerwünschte Festnetzverträge ersetzt. Das Unternehmen hat seine umstrittenen Forderungen inzwischen an die TPI Investment verkauft, die nun ehemalige Kunden zur Kasse bitten will – trotz gerichtlicher Urteile zugunsten der Verbraucher.
Der Betrug begann mit unaufgeforderten Postsendungen und gefälschten Gewinnspielbenachrichtigungen der 1N Telecom. Einige Kunden erhielten Schreiben, die scheinbar von der Deutschen Telekom stammten, und wurden so dazu verleitet, was sie für routinemäßige Vertragsverlängerungen hielten zu unterzeichnen. Stattdessen wurde ihr ursprünglicher Vertrag gekündigt und ein zweiter, überflüssiger Festnetzanschluss aufgedrängt.
Das Amtsgericht Leipzig entschied kürzlich zugunsten eines Beklagten und bestätigte, dass in einem umstrittenen Tarifwechsel kein gültiger Vertrag zustande gekommen war. Dennoch forderte die 1N Telecom weiterhin Zahlungen von bis zu 500 Euro – selbst nach rechtmäßigem Widerruf oder Anfechtung durch die Kunden. Zudem wurden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens für ungültig erklärt, da sie den Kunden nur über einen Internetlink in Papierform zugänglich gemacht worden waren.
Mittlerweile hat die TPI Investment diese umstrittenen Forderungen übernommen und verschickt nun außergerichtliche Vergleichsangebote. Darin werden Betroffene zur Zahlung von 200 Euro aufgefordert – obwohl es keine rechtliche Grundlage für die Ansprüche gibt. Die Verbraucherzentrale Sachsen verurteilte diese Vorgehensweise als dreist und inakzeptabel und riet Verbrauchern, die Forderungen zu ignorieren.
Das Gerichtsurteil setzt zwar ein Zeichen gegen die Praktiken der 1N Telecom, doch viele Kunden sehen sich weiterhin aggressiven Inkassoversuchen ausgesetzt. Die Vergleichsangebote der TPI Investment hätten laut Verbraucherschützern keine rechtliche Basis. Betroffene sollten Forderungen daher anfechten, statt zu zahlen.






