André Schürrle trotzt dem Last Soul Ultra – vom Fußballfeld zum Extremrennen
Traude KlappAndré Schürrle trotzt dem Last Soul Ultra – vom Fußballfeld zum Extremrennen
Der ehemalige Fußball-Weltmeister André Schürrle stellt sich einer neuen Art von Herausforderung. Der Champion von 2014 nimmt am Last Soul Ultra teil, einem extremen Ausdauerrennen in Nordrhein-Westfalen, das die Athleten an ihre absoluten Grenzen bringt.
Das Last Soul Ultra beginnt am Freitagnachmittag und läuft ohne Pause, bis nur noch ein Teilnehmer übrig bleibt. Nach den Regeln des Last Man Standing müssen die Sportler jede Stunde eine 6,706 Kilometer lange Runde absolvieren. Wer die Strecke nicht innerhalb von 60 Minuten schafft, scheidet sofort aus.
Dieses Format sorgte im Juni für Aufsehen, als Phil Gore mit 119 Runden und einer Distanz von 798 Kilometern einen Weltrekord aufstellte. Schürrle, der 2020 seine Profi-Fußballkarriere beendete, widmet sich seitdem extremen körperlichen Herausforderungen. Er lief den Berlin-Marathon und bestieg Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze – bei eisigen Temperaturen und ohne Oberteil.
Für Schürrle sind diese Unterfangen mehr als reine Ausdauerleistungen. Er sucht gezielt nach extremen Erfahrungen, um daraus Lehren für sein Leben zu ziehen. Der Last Soul Ultra ist sein jüngstes Abenteuer in der wachsenden Nische der Backyard-Ultras, bei denen mentale Stärke genauso entscheidend ist wie körperliche Belastbarkeit.
Das Rennen wird Tag und Nacht andauern, ohne festgelegtes Ende. Schürrles Teilnahme markiert einen weiteren Schritt auf seiner Reise nach dem Fußball, bei der er seine Grenzen weit über das Spielfeld hinaus auslotet. Der Ausgang hängt davon ab, wer dem unerbittlichen Druck am längsten standhält.






