07 June 2026, 02:24

Apotheker kämpft gegen 87.000-Euro-Rückforderung wegen Krebsmedikament Idhifa

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Apotheker kämpft gegen 87.000-Euro-Rückforderung wegen Krebsmedikament Idhifa

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wehrt sich gegen eine Rückforderung von 87.000 Euro durch seine gesetzliche Krankenkasse. Der Streit dreht sich um zwei hochpreisige Rezepte für das Krebsmedikament Idhifa, die für dieselbe Patientin ausgestellt wurden. Die AOK Nordwest wirft Fehske vor, gegen apothekenrechtliche Vorschriften verstoßen zu haben, indem er eine „unwirtschaftliche Überversorgung“ mit dem Medikament ermöglichte.

Auslöser des Falls war die Abgabe zweier separater Rezepte für Idhifa – ein teures Leukämie-Medikament – an eine Patientin. Die AOK Nordwest forderte später die vollständige Erstattung der Kosten zurück und begründete dies damit, dass die Apotheke es versäumt habe, eine unnötige Anhäufung von Medikamenten zu verhindern. Diese Entscheidung wurde in einer Anhörung des nordrhein-westfälischen Landtags bestätigt, wo Beamte die Rückforderung für gerechtfertigt hielten.

Fehske hat inzwischen Klage gegen die Rückzahlungsforderung eingereicht. Doch der Rechtsstreit wird langwierig: Mit einer mündlichen Verhandlung ist frühestens 2028 zu rechnen. Die finanzielle Belastung und die Unsicherheit setzen ihm zu – er zeigt sich enttäuscht von seinem Beruf.

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Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die größeren Spannungen im deutschen Gesundheitssystem. In einem separaten, aber verwandten Vorgang wechselte kürzlich eine Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) und Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) ihren Job und ging in die Rückforderungsabteilung einer Krankenkasse. Solche Wechsel spiegeln die wachsende bürokratische Belastung wider, unter der Apotheken aufgrund von Erstattungsstreitigkeiten leiden.

Die Rückforderung in Höhe von 87.000 Euro bleibt vorerst bestehen, bis über Fehskes Klage entschieden wird. Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Apotheker bei der Navigation durch strenge Erstattungsregeln stehen. Ein endgültiges Gerichtsurteil wird zeigen, ob die Maßnahme der Krankenkasse Bestand hat oder ob Fehskes Widerspruch Erfolg hat.

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