14 March 2026, 06:55

Apotheker und CDU-Politiker warnen vor drohender Versorgungskrise in Städten

Eine Apotheke namens "Die Generik-Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Zimmerpflanzen, Kraftfahrzeuge auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheker und CDU-Politiker warnen vor drohender Versorgungskrise in Städten

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen für lokale Apotheken zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen finanzielle Schwierigkeiten, angemessene Vergütung für Dienstleistungen sowie die für den 23. März geplanten Proteste. Beide Seiten betonten den dringenden Reformbedarf, um weitere Schließungen zu verhindern.

Während des Treffens wies Lohmann auf die steigende Zahl von Apotheken-Schließungen in ganz Deutschland hin. Das Problem beschränke sich nicht mehr auf ländliche Regionen, sondern gefährde mittlerweile auch die Arzneimittelversorgung in Städten, so der Apotheker. Zwar liegen für Essen keine genauen Zahlen vor, doch bundesweite Daten zeigen, dass seit 2021 rund 1.600 Apotheken geschlossen haben – allein in Nordrhein-Westfalen waren es 2025 bereits 97.

Lohmann unterstrich, dass eine faire Vergütung für die Abgabe von Rezepten entscheidend sei, um den Fortbestand der Apotheken zu sichern. Zudem forderte er höhere Löhne für das Personal und warnte, dass ohne Veränderungen die lokale Patientenversorgung leiden werde. Thematisiert wurde auch der Wettbewerb durch Versandapotheken, deren Rabatte oft mit den festen Abgabegebühren der Präsenzapotheken kollidieren.

Schrumpf erkannte die Dramatik der Lage an und versprach, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen. Der Politiker sprach sich für eine gerechtere Bezahlung in der Branche aus und zeigte Verständnis für die Gründe der geplanten Proteste. Er signalisierte Bereitschaft, sich den Herausforderungen der Apothekenlandschaft zu stellen.

Das Gespräch endete mit der gemeinsamen Einsicht, dass die finanziellen Belastungen der Apotheken politisches Handeln erfordern. Schrumpfs Zusage, das Thema voranzutreiben, gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die für den 23. März angekündigten Demonstrationen dürften die Forderungen der Branche zusätzlich in den Fokus rücken.

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