13 June 2026, 00:28

Berliner Kulturschaffende kämpfen mit dringendem Appell um ihre Zukunft

Welchen Weg für die Kultur?

Berliner Kulturschaffende kämpfen mit dringendem Appell um ihre Zukunft

„Berlin ist Kultur“-Initiative startet Aktionswoche mit dringendem Appell für mehr Kulturförderung

Die Initiative „Berlin ist Kultur“ hat ihre Aktionswoche mit einem nachdrücklichen Aufruf zu besseren Rahmenbedingungen für die Kulturbranche eröffnet. Prominente Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Kulturszene versammelten sich, um gegen die jüngsten Kürzungen im Kulturetats zu protestieren. Ihre zentralen Forderungen: verlässliche finanzielle Unterstützung und eine Mindestquote von drei Prozent des Landeshaushalts für den Kulturbereich.

Beim Auftakt waren nur wenige Politiker anwesend, darunter Katharina Marg von der Linken, Ronja Losert sowie Bertram von Boxberg von den Grünen. Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, kritisierte die Kürzungen als kurzsichtig. In einer persönlichen Anekdote berichtete er, wie ein Theaterbesuch mit 14 Jahren sein Leben geprägt habe – ein Beleg für die prägende Kraft kultureller Erfahrungen.

Reese warnte zudem vor der drohenden Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße wegen finanzieller Engpässe. Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, verglich die prekäre Förderungssituation mit dem Mythos von Ikarus. Tom Streidel, Tischler am Maxim Gorki Theater, schlug Alarm: Ab Januar 2027 könnten ausstehende Mietzahlungen die Existenz der Opernstiftung gefährden.

Die Initiative veröffentlichte die „Berliner Erklärung“, die von über 600 Kulturschaffenden unterzeichnet wurde. Darin werden zentrale Forderungen formuliert, darunter stabile Finanzierung und die dreiprozentige Haushaltsverankerung für Kultur. Zudem entwickelten sie „Wahl-Prüffragen“, um das Engagement von Kandidatinnen und Kandidaten für kulturelle Bildung und Förderung zu bewerten.

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Die Aktionswoche steht für einen geschlossenen Aufbruch der Berliner Kulturszene, die mit Nachdruck Veränderungen fordert. Erklärung und Prüffragen sollen die Politik in die Pflicht nehmen. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass diese Schritte die Zukunft der lebendigen Berliner Kulturlandschaft sichern.

Quelle