19 March 2026, 10:45

CDU Willich will Wohnungsbau mit digitalen Genehmigungen und Flächenumwidmung beschleunigen

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets mit beschrifteten Abschnitten für Gebäude, Straßen und weitere Merkmale.

CDU Willich will Wohnungsbau mit digitalen Genehmigungen und Flächenumwidmung beschleunigen

Die Willicher CDU drängt auf beschleunigten Wohnungsbau durch neue Maßnahmen. Die Parteimitglieder fordern, dass das Landesprogramm für schnelle Baugenehmigungen lokale Projekte vorantreibt. Zudem soll bis 2026 die digitale Baugenehmigung eingeführt werden, um Verzögerungen zu verringern.

Ein zentraler Vorschlag sieht die Umnutzung eines 18.000 Quadratmeter großen Geländes vor, das ursprünglich für die Erweiterung des Friedhofs vorgesehen war. Die Partei möchte das Grundstück an einen Investor verkaufen – mit Preisobergrenzen, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern.

Durch die Schnellverfahren-Initiative könnte Willich mehr Entscheidungen delegieren und Genehmigungszeiten verkürzen. Wird innerhalb von drei Monaten keine Entscheidung getroffen, sollen Baugenehmigungen automatisch erteilt werden. CDU-Geschäftsführer Tobias Pascaly betont, dass das Land den Prozess beschleunigen müsse, um die Nachfrage nach Wohnraum zu decken.

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Bei den Planungsvorgaben setzt sich die CDU für eine Überprüfung der ökologischen, gestalterischen, technischen und energetischen Standards ein. Ziel ist es, Kosten zu senken, ohne Nachhaltigkeit oder städtebauliche Anforderungen zu schwächen. Christoph Tepper, Planungsexperte der Partei, ist überzeugt, dass Lockerungen bei bestimmten Vorgaben Neubauten erschwinglicher machen könnten.

Zudem schlägt die CDU einen städtebaulichen Vertrag für das 18.000 Quadratmeter große Areal vor. Obwohl das Gelände ursprünglich für den Friedhof vorgesehen war, könnte es nun an einen Projektentwickler für Wohnungsbau verkauft werden. Vertragliche Preisobergrenzen sollen sicherstellen, dass die Immobilien für Käufer bezahlbar bleiben.

Aktuell gibt es noch keine konkreten Baupläne für das Grundstück, und auch formale Schritte für den Entwicklungsvertrag wurden bisher nicht eingeleitet. Der Vorstoß der CDU markiert jedoch den ersten konkreten Schritt, die Nutzung von Friedhofserweiterung zu Wohnland umzuwidmen.

Die Pläne der CDU zielen darauf ab, den Bauprozess in Willich zu beschleunigen und das Wohnungsangebot zu erhöhen. Digitale Genehmigungen, vereinfachte Verfahren und umgenutzte Flächen könnten Verzögerungen und Kosten reduzieren. Falls umgesetzt, würden die Maßnahmen eine Wende in der städtischen Entwicklungspolitik einläuten.

Quelle